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Proaktivität kann mich mal aktiv am Pro lecken

Schonmal vom Begriff Proaktivität gehört? Dabei handelt es sich um Initiativhandlung als Gegensatz zur Reaktivhandlung.

Imgriff hat vor einiger Zeit einen interessanten Artikel dazu geschrieben, dem ich nur beipflichten kann: proaktiv ist zu einer leeren Phrase verkommen. So habe ich z.B. gerade im Impressum von bloxxo.de folgenden Satz gefunden:

[Der Einsatz von Akismet] ist notwendig, um der immer größer werdenden Menge an Spameinträgen proaktiv und professionell entgegentreten zu können.
(Impressum von bloxxo.de)

Dabei ist der Einsatz von Akismet doch garnicht proaktiv, sondern reaktiv – und das sogar in mehrfacher Hinsicht!

Proaktiv wäre z.B. der Einsatz von Antispam Bee – zumindest teilweise. Denn dort wird ein Kommentar garnicht erst zugelassen, wenn er von einem atomatischen Spambot abgeschickt wird. Zudem würde man sich aktiv für den Einsatz dieser Akismet-Alternative entscheiden.

Warum ich überhaupt darüber schreibe?
Ich durfte mir letzte Woche einen viertel-stündigen Vortrag anhören, in dem schätzungsweise 20 Mal das Wort proaktiv gefallen ist. Ich weiß ja nicht, aber in meinen Augen verliert ein Redner, der ein Wort so plakativ nutzt, jegliche Glaubwürdigkeit!
Das zitierte Impressum gab nun lediglich den Anstoß dazu – es steht hier nur beispielhaft.


Reaktive Grüße, Kenny

Posted by Mea Culpa on 5. April 2009.

Categories: Alltag, Just Spottet, Spreu

One Response

  1. In der Werbung kommt auch immer öfter das Wort proaktiv vor. Ein bekanntes Beispiel ist die TV-Werbung mit Dieter Bohlen für den Becel Brotaufstrich. Dieses Produkt ist nämlich auch “pro-activ”. Video: http://www.youtube.com/watch?v=kuNtl8jm69k

    by Gerhard on Aug 22, 2010 at 15:26

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