Trusted Computing
Schonmal etwas von Trusted Computing gehört?
Nein?! Schade! Dann wird es wohl jetzt endlich mal Zeit!
Mir ist dieses Thema schon vor mehreren Jahren das erste Mal begegnet – damals noch unter der Bezeichnung TCPA. TCPA steht für Trusted Computing Platform Alliance, wohinter sich ein Konsortium von über 200 IT-Firmen verbarg, die gemeinsam an einer Technologie arbeiteten, um die heimischen Computer vertrauenswürdiger zu machen.
Da damals jedoch so viel Kritik an dem Projekt auftrat, wurde das ganze kurzerhand in die TCG – also die Trusted Computing Group – umgetauft. Rein nach dem Motto: Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix!
Jetzt mag die Frage aufkommen, wieso denn soviel Kritik an einem Projekt geübt wurde, durch das man dem eigenen Computer mehr vertrauen kann, als vorher – doch genau darin liegt das Problem!
Trusted Computing (in etwa vertrauenswürdige Verarbeitung) bedeutet hier nämlich nicht, dass ihr euren Computer vertrauen könnt, sondern, dass die IT-Firmen (z.B. Soft- und Hardware-Hersteller) euren Computern vertrauen können.
Und wie stellt man das an?
Richtig! Indem die Hersteller überprüfen können, dass nur Hardware und Software an euren Computern betrieben wird, die den Herstellern in den Kram passen.
Wer schon einmal mit DRM (Digital Rights Management) zu tun hatte, hat in etwa eine Ahnung, wie das ganze funktioniert – beim DRM wird sichergestellt, dass z.B. Musik nur auf dem Rechner abgespielt werden kann, auf dem sie heruntergeladen wurde. Ein Tauschen oder Weitergeben wird damit unterbunden.
Jetzt stellt euch vor, das würde nicht nur bei Musik so sein, sondern auch bei Programmen, die ihr nicht mehr installieren dürft, Dokumente, die ihr nicht mehr lesen/bearbeiten/verschicken/empfangen dürft, bis hin zu Hardware, die ihr nicht mehr nutzen dürft.
Nun habt ihr in etwa das Ausmaß gesehen, das Trusted Computing einnehmen könnte. Fast!
Denn, was man mit Computern machen kann, kann man auch mit Handys, PDAs, Spielekonsolen, DVD-Playern, Autoradios, etc. pp. machen.
Auf LAFKON.net habe ich ein wunderbares, gut verständliches Video zu dem Thema gefunden – es dauert gerade mal drei-einhalb Minuten und erklärt in aller Kürze die eigentliche Bedeutung von Trust und wie dieses Vertrauen durch die Industrie umdefiniert wird.
Wenn ihr also mal über das Trusted Computing stolpern solltet, weil es euch als das Non-Plus-Ultra-Sicherheitsfeature angepriesen wird, denkt an mich und überlegt, ob ihr wirklich so etwas bei euch zu Hause haben wollt!
Warnende Grüße, Kenny
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Interessantes Video, aber das Thema Trusted Computing ist wirklich schon alt und zerkaut… Würde mir deine Eingangsfrage also ungern von dir mit “Nein?” beantworten lassen.
Außerdem, bei meiner Bloglistensammlung neulich noch rumgemeckert, und was sehen meine müden Augen jetzt da rechts??? Und stell endlich diesen Mathescheiß für die Kommentare aus, installier lieber Aksimet um sich vor Spam zu schützen, das belastet den User nicht.
Ich denke nicht, dass Trusted Computing bereits zerkaut ist – es gibt immernoch erschreckend viele, die noch nie davon gehört haben.
Die Blog-Verzeichnisse habe ich alle bei dir geklaut ;) – kannst dich also damit rühmen, meine Inspiration dafür gewesen zu sein
.
Der “Mathe-Scheiß” bleibt übrigens drin – es wird ja wohl jeder User schaffen, zwei ein-stellige Zahlen zu addieren. Akismet ist übrigens seit dem ersten Tag installiert ;) .