26 April 2010 ~ 8 Comments | ÄHNLICHE ARTIKEL

Benutzt den verdammten Zebrastreifen!


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Ich verstehe es einfach nicht, vielleicht bin ich auch einfach zu alt dafür. Wie kommt es, dass die Leute verlernt haben, was ein Zebrastreifen ist und wofür er eigentlich verwendet werden soll? Es ist mir in den letzten Tagen so oft aufgefallen, dass die Leute achtlos über die Straße gehen, obwohl ein paar Meter entfernt ein Zebrastreifen über die Fahrbahn führt.

Besonders gruselig finde ich es, wenn Frauen mit Kindern an der Hand oder gar mit Kinderwagen den Zebrastreifen ignorieren. Nicht nur, dass sie ein schlechtes Vorbild für ihre Kinder sind… nein! Sie bringen sie auch noch vorsätzlich in Gefahr! Das habt ihr sicherlich schonmal gesehen – diese Etappenstrategie: Bei einer vierspurigen Straße läuft man über die erste Spur, stellt den Kinderwagen längs zur Fahrbahn, lässt die Autos vorbei und läuft dann über die nächsten Bahnen. Dass dabei keine Unfälle passieren ist in den meisten Fällen wahrscheinlich ausschließlich der Vorsicht der Autofahrer geschuldet.

Und das schlimmste an diesen Rabenmüttern? Wenn sie nach Überquerung der Straße in Richtung des Zebrastreifens weiterlaufen und diesem keinen einzigen Blick würdigen! Da frage ich mich als Autofahrer dann immer “Warum zur Hölle bist du nicht dort über die Straße gegangen, wenn du eh dort lang musst?!”

Gestreifte Grüße, Kenny



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8 Comments to “Benutzt den verdammten Zebrastreifen!”

  1. der_Karl 27 April 2010 at 20:58 Permalink

    Es kommt aber auch immer drauf an, ob ein Zebrastreifen an einer bestimmten Stelle sinnvoll ist. Ganz ungeeignet beispielsweise sind Zebrastreifen an der Ein-/Ausfahrt eines dreispurigen Kreisverkehrs in eine vierspurige Straße. Da bin ich sowohl als Autofahrer als auch als Fußgänger schon häufig in brenzlige Situationen geraten.

    Das hat die Stadt auch erkannt – und den Zebrastreifen durch eine Fußgängerampel ersetzt. Die steht zwar jetzt 20 Meter weiter vom Kreisverkehr entfernt, so wirklich optimal ist diese Lösung aber auch nicht, da einerseits 200 Meter weiter die nächste Ampelkreuzung folgt und andererseits so natürlich auch die Ausfahrt aus dem Kreisverkehr quasi ampelgesteuert ist. Das führt dann zu Rückstaus im Kreisverkehr, denn mit den drei Spuren im Kreisverkehr wissen die wenigsten Fahrer umzugehen. ;)

    Wie man sieht, ist es schwer, es da allen Verkehrsteilnehmern recht zu machen. Verkehrsplaner möchte ich jedenfalls nicht sein.

  2. Tanja 27 April 2010 at 19:01 Permalink

    Letztens hätte mich mitten auf dem Zebrastreifen beinahe einer über den Haufen gefahren. Für den war es ein Fremdwort, dass Fußgänger auf Zebrastreifen “Vorfahrt” haben. Konnte gerade noch rechtzeitig in Sicherheit springen. Recht haben aber kaputt gefahren ist auch nicht lustig. :-(

    • Mea Culpa 27 April 2010 at 19:22 Permalink

      Ja, solche Rowdys sind in der Tat ärgerlich. Aber ich denke, wer dich beim Zebrastreifen gefährdet, wird auf dich noch weniger Rücksicht nehmen, wenn du über die offene Straße rennst. :-/

      • Tanja 28 April 2010 at 00:48 Permalink

        Nö, manche sind echt komisch und denken sie haben grundsätzlich und immer Vorfahrt, zumindest im Vergleich zu Fußgängern und Radfahrern. Die nageln wahrscheinlich auch Leute um, die aus dem Linienbus aussteigen und dabei auf die Straße treten.
        Letztens hat mich sogar eine angehupt, weil ich auf dem Gehsteig stand und sie dort drüber fahren wollte mit ihrem Auto. Als ich nicht wegging fuhr sie einfach los und ich wäre umgenagelt worden, wäre ich nicht weggegangen. Da hätte ich mir echt mal gewünscht eine dicke Nietenjacke angehabt zu haben, die hat mich nämlich voll gestreift. Ein paar dicke Kratzer im Auto hätten ihr für diese Aktion gut getan ;-)

        • Mea Culpa 28 April 2010 at 07:48 Permalink

          Zu dem Thema gab es letztens sogar eine Diskussionsrunde bei einem der öffentlich-rechtlichen Sendern. In der wurde darüber gesprochen, wie sehr der Verkehr heutzutage auto-dominiert ist und, dass die Autofahrer sich selbst dadurch viel wichtiger nehmen, als z.B. Fußgänger oder Fahradfahrer.

          In meinen Augen liegt das vor allem am derzeitigen Belohnungsprinzip. Als Fußgänger ist man sein ganzes Leben unterwegs, Fahrradfahren darf man auch “einfach so”. Aber zum Autofahren muss man die teure Fahrschule inkl. theoretischer und praktischer Prüfung absolvieren und obendrein auch noch viel Geld in das Auto investieren. Es scheint also, als ob man privilegiert wäre, wenn man es endlich geschafft hat, Autofahren zu können – man hat schließlich so hart dafür gearbeitet.

          • Tanja 28 April 2010 at 19:42 Permalink

            Interessante Theorie, die hat was für sich ;-)
            Ich merke es auch immer wieder wenn ich mit dem Rad oder den Blades unterwegs bin und mich dann hin und wieder einige Autofahrer anhupen, weil sie durch mich nicht ungehindert dahin donnern können, sondern den Gegenverkehr abwarten und durchlassen müssen. Manchmal bekommt man es echt mit der Angst zu tun dabei. Die hupen, schimpfen etc.
            Und… ein Blick auf den Fahrer… meistens Frauen (aber auch die männliche Fraktion ist vertreten), die “im Kugeln weiter kommen als im Laufen”, also für die Sport wohl ein Fremdwort ist. Quellen schon fast aus dem Fahrersitz… Die mögen sich zwar priviligiert fühlen, aber wirklich schön macht dieses Privileg auch nicht *lacht*, oder?
            Um Mißverständnisse zu vermeiden… ich hab natürlich auch nen Führerschein und darf bis auf LKWs alles fahren was das Herz begehrt. Und natürlich gehöre ich auch immer wieder zu den Autofahrern.

  3. Fabi 26 April 2010 at 15:30 Permalink

    Hmmm eigentlich sollten Zebrastreifen tatsächlich benutzt werden.

    Ich weiß nicht, wie das in Berlin ist, aber der Zebrastreifen bei mir um die Ecke ist wahrschienlich auch nur als Dekoration aufgezeichnet. Der Grund ist jedoch eher der, dass man warten kann, bis man schwarz wird, bevor mal ein Auto anhält. Ich laufe zwar nicht oft dort lang aber kann es immer wieder beobachten, dass Leute am Zebrastreifen stehen und niemand auch nur auf den Gedanken kommt, anzuhalten. Teilweise muss man sich da schon halb auf die Fahrbahn stellen, um die Autos regelrecht zum Anhalten zu zwingen. Glück hat man, wenn zufällig gerade ein Bus vorbei kommt… die Busfahrer halten nämlich immer :D

    • Mea Culpa 26 April 2010 at 15:50 Permalink

      Also ich persönlich halte schon an, wenn jemand am Zebrastreifen vorbeiläuft – man kann ja nie wissen, ob die Person nicht doch noch schnell eine Kehrtwendung macht. Reine Dekoration sind sie jedenfalls nicht.

      Und ganz ehrlich: Was ist denn besser? “Irgendwo” über die Straße zu gehen, wo ein Autofahrer wahrscheinlich nicht mit Fußgängern rechnet oder aber beim Zebrastreifen, wo der Autofahrer zumindest ahnen kann, dass gleich was passiert?

      Interessanterweise sehen einige Fahrradfahrer den Zebrastreifen ja viel lockerer. Die rasen gerne mal mit 20 Sacken über den Zebrastreifen und wundern sich dann, wenn sie von vorbeifahrenden Autos angehupt werden. Würde mich direkt mal interessieren, ob es eine Statistik darüber gibt, wieviele Falsch(fahrrad)fahrer schonmal von einem Auto abgesattelt worden sind, weil sie über den Zebrastreifen gefahren sind…


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