Doppel-Review: Creative ZiiSound D5 & Creative Aurvana In-Ear 2
Wow! Dieses Mal habe ich wirklich den Vogel abgeschossen
! Als ich letztens dem Paketboten die Tür öffnete, stellte der mir ein Paket im Wert von 400€ in die Wohnung
. Enthalten waren zwei Produkte von Creative: Zum einen das Lautsprechersystem “ZiiSound D5″ und zum anderen die “Aurvana In-Ear 2″ Kopfhörer. Im Folgenden werde ich beide Produkte in einer separaten Review vorstellen und beleuchten.
Creative ZiiSound D5
Beginnen wir mit dem ZiiSound D5-Lautsprechersystem. Hierbei handelt es sich um ein 1-Weg-Stereosystem: Das bedeutet, dass versucht wird, mit einem Lautsprecher sowohl die Hoch-, Mittel-, als auch die Tieftöne abzudecken (bei üblichen Boxensystemen handelt es sich meist um 2-Wege-Lautsprecher).
Die Besonderheit an diesem Lautsprechersystem ist, dass die Box nicht nur kabelgebunden per 3,5-Zoll Klinkenstecker angeschlossen werden kann, sondern auch per Bluetooth
! Darüber hinaus können alle Besitzer von Apple-Produkten (iPod und Co.) auch die integrierte Dockinglösung nutzen, um Musik abzuspielen und gleichzeitig ihr Gerät aufzuladen.
Schon wenn man den Karton in der Hand hält, weiß man, dass man gleich ein bisschen mehr auspacken darf – immerhin wiegt allein der Lautsprecher schon über 2kg. So verwundert es auch nicht, dass man kurze Zeit später nicht nur das Netzteil inklusive deutschem und britischem Stromkabel auspackt, sondern auch noch ein Klinke-Anschlusskabel, jede Menge Papierkram und sogar ein Creative BT-D5 Bluetooth-Dongle für seine Apple-Geräte.
Nachdem ich mir das gesamte Zubehör angeguckt hatte – den Bluetooth-Dongle konnte ich leider nicht ausprobieren, da ich keine Apple-Produkte besitze – packte ich endlich die eigentliche Lautsprecherbox aus. Dabei sollte man sehr vorsichtig sein: Da die gesamte Box mit dem gleichen Material bespannt ist, erkennt man nicht, an welcher Position denn nun die Lautsprecher sitzen. Unschön fand ich auch den mittleren Standfuß: Durch ihn bekommt die Box einen merkwürdigen Stand, der mir nicht gefällt. Schöner hätte ich es gefunden, wenn die Box einfach nur ein Kasten gewesen wäre, ohne irgendwelchen Design-Firlefanz.
Dafür gefallen mir die Bedienelemente auf der Vorder- und Oberseite des Geräts. “Bedienelemente?!” werdet ihr euch jetzt wahrscheinlich fragen: Ja! Die ZiiSound D5 ist mit berührungsempfindlichen Oberflächen ausgestattet
! Auf der Vorderseite befindet sich der “Connect”-Knopf mit dem der Bluetooth-Empfang des Gerätes aktiviert werden kann und auf der Oberseite ist ein Schieberegler, mit dem die Lautstärke eingestellt werden kann.
Die Rückseite des Gerätes ist selbsterklärend: Bei “DC IN” wird das Netzteil angeschlossen, bei “AUX IN” kann ein Abspielgerät per Klinkenstecker angeschlossen werden und mit dem Knopf in der Mitte kann man die Box an- und ausschalten. Ob die Rückseite als Position für den Powerknopf eine gute Wahl ist, möchte ich bezweifeln! Hier wäre es wohl klüger gewesen, ihm einen leichter erreichbaren Platz zu spendieren.
Wie man auf dem vorletzten Foto erkennen kann, sind die Seiten der Lautsprecherbox auf Hochglanz poliert – ihr könnt euch ja sicherlich vorstellen, wie toll sich dort Fingerabdrücke ansammeln
! Leider haben die Bedienelemente auf der Vorder- und Oberseite das gleiche Problem: Putzen ist also angesagt, wenn man das Gerät wirklich mal anfassen sollte.
Aber kommen wir zur Bedienung: Diese ist kinderleicht. Falls man sein Abspielgerät per Kabel mit der Box verbindet, hat man eh nur die Aufgabe, das Kabel anzuschließen und eventuell die Lautstärke einzustellen. Doch auch die Verbindung per Bluetooth ist vergleichsweise einfach:
- Zuerst muss man ein paar Sekunden auf den Connect-Knopf drücken. Dadurch wird die Box in den Pairing-Modus versetzt.
- Nun kann man mit seinem Bluetooth-Gerät (seinem Handy, seinem Notebook, etc.) nach der Box suchen lassen.
- Wenn man es gefunden hat, kann man eine Verbindung (“Pairing”) zwischen den beiden Geräten herstellen. Das Standardpasswort der Box ist “0000″.
- Nachdem die Verbindung hergestellt wurde, kann man (je nach benutztem Gerät optional) die Bluetooth-Profile des Lautsprechers auswählen, die vom eigenen Gerät genutzt werden sollen.
- Wenn man es geschafft hat, am eigenen Gerät einzustellen, dass der Lautsprecher zur Soundausgabe genutzt werden kann, ist man nun fertig mit der Einrichtung.
Leider ist es durchaus problematisch, mehrere Geräte mit der ZiiSound D5 zu koppeln. Man kann zwar zwischen den beiden am häufigsten gekoppelten Geräten hin- und herschalten. Im Zweifelsfall ist es jedoch einfacher, die Koppelung noch einmal zu wiederholen.
Die Datenübertragung per Bluetooth lässt hingegen meiner Meinung nach keine Wünsche offen
! Ich habe in der Vergangenheit bereits verschiedene Übertragungswege ausprobiert: Bei der Infrarotübertragung ist ein andauernder Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger zwingend erforderlich, ansonsten verschwindet die Musik im Störrauschen – nicht viel besser ist es bei der Funkübertragung. Dort kann man zwar auch mal durch eine Wand vom Sender getrennt sein, dafür hat man jedoch ein permanentes Rauschen im Hintergrund; ganz egal, was man macht. Anders sieht es bei der Bluetooth-Übertragung aus: kein Dauerrauschen, kein benötigter Sichtkontakt, auch kein abgehackter Ton durch eine zu geringe Bandbreite – einfach genial
!
Hier noch ein kleiner Tipp: Die Lautsprecherbox spielt Musik, die per Kabel eingespeist wird und Musik, die per Bluetooth gefunkt wird, simultan ab. Absolut großartig in meinen Augen
! Was ihr damit macht, bleibt eurer Fantasie überlassen
.
Kommen wir nach den technischen Details, dem Lieferumfang und dem Design zu dem, was bei einer Box wirklich interessiert: dem Klang. Wie bei einem 1-Wege-System nicht anders zu erwarten, kann hier nicht alles perfekt sein. Bei rockigen Liedern fehlen mir ein wenig die Bässe und bei Elektromusik empfand ich die Höhen als zu schwach – es könnte alles ein bisschen satter klingen. Nichtsdestotrotz bietet die ZiiSound D5 einen “runden” Gesamteindruck ohne größere Schwächen – auch bei höheren Lautstärken bietet die Box einen guten Klang ohne zu übersteuern. Sie dürfte dadurch auch für kleine Hausparties durchaus ausreichend sein
.
Mein Fazit zur Creative ZiiSound D5: Man erhält eine formschöne Lautsprecherbox mit einem durchdachten Bedienkonzept (abgesehen von der Position des Powerknopfes). Für Bluetooth-Geräte, die nicht das Fernbedienungsprofil unterstützen, würde man sich eine kleine Fernbedienung für die Lautstärkenregulierung wünschen. Die Bluetooth-Koppelung selber geht kinderleicht vonstatten. Dass die Box beide Eingangssignale (Kabel und Bluetooth) gleichzeitig abspielt, ist ein absolutes Plus! Bei der Soundwiedergabe selbst leistet sich die Box keine Schnitzer, kann sowohl in den Tiefen als auch in den Höhen jedoch nur mäßig überzeugen.
Wem die gut 300€ für die ZiiSound D5 zu viel des Guten sind, der könnte sich eventuell durch die wesentlich günstigere Creative D200 angesprochen fühlen. Auch diese Box gehört zum Sortiment der Pure Music Everywhere Wireless-Boxensysteme von Creative.
Creative Aurvana In-Ear 2
Nach den positiven Erfahrungen mit der Creative ZiiSound D5 hatte ich gehofft, dass es genauso mit den Creative Aurvana In-Ear 2 Kopfhörern weitergehen würde. Leider wurde ich in diesem Punkt maßlos enttäuscht
. Der Frust begann schon mit der Verpackung…
Ja, die Verpackung sieht wirklich schön aus – dagegen kann ich auch garnichts sagen. Aber welcher Intelligenzbolzen kommt denn bitte auf die Idee, die Verpackung mit doppelseitigem Klebeband zu verschließen?! Stellt euch mal vor, ihr kauft euch 100€ teure Kopfhörer und müsst die Designverpackung zerfetzen, um an den Inhalt zu kommen! Was ist aus der guten alten Papplasche geworden?! Mal ganz ehrlich: Dieses doppelseitige Klebeband sieht einfach nur billig und dreckig aus! Pfui!
Natürlich ist auch wieder ein bisschen Zubehör mit dabei: Da wären zum einen Ersatzgumminippel – erfreulicherweise bekommt man von jeder Größe (Small, Medium, Large) gleich 2 Paare geliefert. Dann bekommt man einen Reiniger, um den Ohrenschmalz aus den Hörern zu puhlen; einen Adapter, um die Kopfhörer im Flugzeug verwenden zu können (auch, wenn ich so einen Doppelstecker im Flugzeug noch nie gesehen habe); wieder jeder Menge Papierkram und eine kleine Tasche zum sicheren Aufbewahren der Kopfhörer.
Über diese Aufbewahrungstasche habe ich mich beim Auspacken ehrlich gesagt am meisten geärgert. Auf den ersten Blick ist sie wirklich hübsch, aber wenn man dann genauer hinsieht, wird man einfach nur noch sauer. Das Innenteil der Tasche ist aus billigstem Hartplastik, es gibt keine Ausbuchtung, in der man den Klinkenstecker unterbringen kann, wodurch der immer irgendwo hinbuxiert werden muss, wo er nicht stört und das Schlimmste überhaupt: Die Tasche ist so billig verarbeitet, dass man einen Spalt zwischen den beiden aufklappbaren Hälften hat! Tut mir leid, aber das ist einfach nur tierisch hässlich! Dann sollen sie halt einen Reißverschluss benutzten, wenn sie es anders nicht ordentlich hinkriegen! Hätte ich für die Kopfhörer bezahlt, hätte ich mich von der billigen Verarbeitung einfach nur verarscht gefühlt.
Ein weiterer Kritikpunkt liegt beim Klinkenstecker. Wie man erkennen kann, ist dieser vollkommen gerade. Durch die glatte Oberfläche ist es fast unmöglich, diesen fest zu greifen. Wenn man den Stecker nun in eine fest anliegende Kupplung gesteckt hat, hat man einige Mühen, um den Stecker wieder herauszuziehen – und wenn man, wie ich, teilweise 4 bis 5 Versuche braucht, um den Stecker aus dem eigenen MP3-Player oder dem Notebook herauszuziehen, kann man schonmal seine Beherrschung verlieren. Hier sollte unbedingt nachgebessert werden.
Ich weiß garnicht, ob ich wirklich etwas zum Sound sagen soll, den diese In-Ohr-Kopfhörer bringen
. Vielleicht vorweg: Ich kann persönlich nicht garantieren, dass die Kopfhörer bei mir ordentlich gepasst haben – ich habe zwar alle Gumminippelgrößen mehrfach ausprobiert, aber die Soundqualität blieb durchweg miserabel. Besserung gab es nur in den Momenten, in denen ich die Kopfhörer mit den Fingern fest an meine Ohren gedrückt habe. Tat ich dies nicht, saßen die Kopfhörer locker, teilweise fielen mir die Kopfhörer regelrecht aus den Ohren.
So schlecht, wie sich die Kopfhörer anfühlten, so schlecht waren auch die Klänge, die sie hervorbrachten: Bässe suchte ich vergeblich, dafür rissen die Töne dauernd in die höheren Lagen aus.
Das einzig Positive war die Unterdrückung der Umgebungsgeräusche. Diese habe ich in der Berliner U-Bahn getestet – bei offenen Fenstern. Trotz der lauten Umgebung konnte ich meinen Musikplayer auf etwa 1/5 der Maximallautstärke zurückregeln, ohne vom Lärm um mich herum gestört zu werden
.
Mein Fazit: Von der nervigen Verpackung über die billige Verarbeitung des Zubehörs bis hin zum Komfort der Kopfhörer waren die Creative Aurvana In-Ear 2 Kopfhörer einfach nur enttäuschend. Die Soundqualität der Kopfhörer möchte ich nicht bewerten: Bei dem Preis und der Eigenwerbung kann ich mir nicht vorstellen, dass die Kopfhörer im Normalfall wirklich so schlecht klingen sollen. Ich persönlich kann sie jedenfalls nicht empfehlen
. Lediglich die Noise-Reduction war überzeugend.
Sollte euer Interesse an einem der beiden Produkte geweckt worden sein, dann kommt ihr über diesen Link jetzt zum Produkt.
Musikalische Grüße, Kenny
Categories: Allgemein, Alltag, Computer, Entwicklung, Handy, Werbung
























[...] This post was mentioned on Twitter by She-Sign.com, Kevin Niehage. Kevin Niehage said: Doppel-Review: Creative ZiiSound D5 & Creative Aurvana In-Ear 2 http://bit.ly/apwkFp #blog #creative [...]
by Tweets that mention Doppel-Review: Creative ZiiSound D5 & Creative Aurvana In-Ear 2 | WeizenSpr.eu -- Topsy.com on Jul 29, 2010 at 04:18