LED LENSER M7: Leuchtkraft mit Köpfchen
Die heutige Produktreview beginnt zur Abwechslung mal mit einer Frage: Wer von euch besitzt und verwendet eine hochwertige Taschenlampe bei sich Zuhause oder auf Arbeit? Viele sparen sich das Geld lieber und verwenden Taschenlampen, die sie mal im Supermarkt gekauft oder im Elektrogroßhandel günstig “dazubekommen” haben. Ich habe mir vor ungefähr 10 Jahren eine MAGLITE gekauft und war mit dieser immer sehr zufrieden – bis mir jetzt vor wenigen Tagen die LED LENSER M7 von Zweibrüder Optoelectronics zugeschickt worden ist.
Von den LED LENSER Taschenlampen hatte ich das erste Mal bei Hannes Schurig erfahren und fand die Leuchtstärke für diese kleine Bauart wirklich enorm. Die M7, die ich nun erhalten habe – und die ab Anfang August erhältlich ist – setzt dem ganzen nochmal die Krone auf.
Neben der M7 gibt es noch die Variante MT7, die zusätzlich mit einer taktischen Endkappe für Spezialeinheiten ausgestattet ist, mit der z.B. Scheiben zerbrochen werden können. Darüber hinaus soll demnächst noch eine wiederaufladbare Taschenlampe – die M7R auf den Markt gebracht werden. Aber kommen wir zurück zur mir vorliegenden M7.
Geliefert wurde die Handlampe in einer wirklich schönen Geschenkverpackung, zusammen mit einer kurzen Bedienungsanleitung, einem kleinen Kärtchen, auf dem die Steuerung der Taschenlampe erklärt wird, einer Handschlaufe und einem um 360° drehbaren Plastikclip. Die vier AAA-Batterien waren ebenfalls bereits mit dabei.
Hier kommt nun jedoch auch der erste Kritikpunkt: Die Halterungen für die Lampe (Schlaufe und Clip) passen meiner Meinung nach nicht zur Qualität der Lampe. Zur kleinen P2 wird z.B. eine Gürteltasche mit Karabinerhaken mitgeliefert. Ein hochwertiges Produkt wie die M7 hat meiner Meinung nach etwas ähnliches als Halterung verdient.
Beim ersten Anblick des Visitenkärtchens mit den verschiedenen Lichtprogrammen wurde mir ehrlich gesagt schon ein bisschen mulmig. Wer soll sich denn so viele Funktionen und Drückreihenfolgen merken? Im Nachhinein hat sich diese Sorge allerdings gelegt – wenn man alles mal ausprobiert hat, versteht man schon die verschiedenen Modi der sogenannten “Smart Light Technology“:
- Im Easy-Modus hat der Benutzer eigentlich nur zwei verschiedene Auswahlmöglichkeiten: helles Licht und abgedunkeltes Licht. Zwischen diesen beiden Möglichkeiten kann man wählen, wenn man die Taschenlampe angeschaltet hat und dann den Schalter der Lampe kurz antippt.
- Im Defense-Modus hat man die Wahl zwischen hellem Licht und einem Stroboskop-Licht, mit dem potentielle Angreifer abgewehrt werden können sollen.
- Im Professional-Modus stehen einem dann alle möglichen Programme zur Verfügung: vom hellen Licht, dem abgedunkelten Licht, über ein gleichmäßiges Blinken zum SOS-Signal bis hin zum Stroboskop.
Neben diesen verschiedenen Lichtprogrammen verfügt die Taschenlampe über einen sogenannten “Speed Focus“. Anstatt die Lampe mit einer Hand zu halten und mit der anderen den Lampenkopf zu drehen, um den Lichtstrahl zu fokussieren, kann man bei der M7 mit einer Hand die Lampe halten und z.B. mit dem Daumen den Lampenkopf vor oder zurück ziehen. Dabei wechselt die Lampe dank dem “Advanced Focus System” stufenlos zwischen einem fokussiertem und dem unfokussiertem Lichtkegel. (Wem das ganze technische Zeugs jetzt zu abstrakt und zu viel war, der kann in diesen zwei Demos die verschiedenen Programme und Modi einfach mal ausprobieren.)
Abschließend verfügt die Taschenlampe auch noch über zwei verschiedene Energie-Modi. Im ersten Modus (“Constant Current”) behält die Lampe über die gesamte Lebensdauer der Batterien die gleiche Helligkeit bei. Beim zweiten Modus (“Energy Saving”) versucht die Lampe, die vorhandene Energie so lange wie möglich zu nutzen – wird damit bei schwachen Batterien jedoch dunkler. Egal für welchen Modus man sich entscheidet: Der eingebaute Chip überprüft fortwährend den Füllstand der Batterien und gibt rechtzeitig durch Blinksignale Bescheid, wenn die Batterien gewechselt werden müssen.
Nach dieser technischen Beschreibung kommen wir nun aber endlich zum praktischen Test. Im ersten Schritt habe ich die Handlichkeit der M7 mit der meiner MagLite verglichen. Im Größenvergleich sieht man den massiven Unterschied zwischen den beiden Lampen. Wenn man dann jedoch die Leuchtkraft vergleicht, traut man seinen Augen nicht: Das schwächliche, gelbliche Pünktchen ist die MagLite, während der gleißend helle Punkt von der M7 stammt.
Im Gegenzug muss man jedoch sagen, dass ich mich mit der größeren und schwereren MagLite während meines nächtlichen Fotospaziergangs sicherer gefühlt hätte, als mit der M7. Wie man eventuell weiß, gibt die MagLite einen passablen Schlagstock ab, wenn man ihn wirklich mal bräuchte. Ob das das Stroboskop-Licht der M7 da den gleichen Effekt hat, möchte ich an dieser Stelle bezweifeln. Um das gleiche physische Sicherheitsgefühl wie bei der MagLite zu bekommen, müsste man sich wahrscheinlich eher in Richtung P17 orientieren.
Während meiner Nachtwanderung durchs Viertel habe ich mir ein paar Motive gesucht und mal geguckt, was man mit der Leuchtkraft der M7 alles erreichen kann. So habe ich gerade einmal eine Verschlusszeit von 1/4 Sekunde mit dem fokussierten Licht benötigt, um den kleinen Spot dieses Klettergerüsts zu fotografieren. Das unfokussierte Licht hat ausgereicht, um das gesamte Gerüst zu beleuchten.
An einer Brückenunterführung wollte ich euch einmal zeigen, was es ausmachen kann, eine M7 mit sich zu führen. Dafür habe ich einmal ein Foto ohne Lampe, einmal mit unfokussiertem und einmal mit fokussiertem Licht gemacht. Ob man sich wohl ohne Licht dort unten hintrauen würde?
Solltet ihr noch weitere Informationen zur LED LENSER Taschenlampe benötigen: Neben dem Forum ist die Herstellerfirma inzwischen auch bei Facebook und auf Twitter erreichbar. Darüber hinaus bietet der Hersteller für Fotografen eine Galerie für Lichtfotografien an. In dieser habe auch ich mich gerade mit den folgenden 3 Fotos verewigt:
Alle, deren Interesse an der LED LENSER M7 geweckt worden ist und denen eine Taschenlampe auch mal stolze 100€ Wert ist, kommen über diesen Link jetzt zum Produkt.
Leuchtstarke Grüße, Kenny
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Die M7 ist zwar mit 99€ recht teuer, aber meiner Meinung nach ihr Geld absolut wert. Schade finde ich nur, dass der Akku nicht wirklich lange hält :(
Ich habe die M7 ebenfalls testen dürfen (siehe mein Test zur LED LENSER M7). Wie immer absolut tolle Zweibrüder-Qualität die Taschenlampe. Habe damals schon die M1 und M5 zum testen bekommen, ebenfalls tolle Lampen!