Archive | Es War Einmal

14 Dezember 2009 ~ 0 Comments | ÄHNLICHE ARTIKEL

Tagtt: Online Tagebuch führen und sich unsterblich machen

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Das letzte Mal in der Kategorie “Es War Einmal” ging es um die Thomy Erpressung, wie ich sie erlebt habe und wie heute meine Eindrücke dazu sind. Wenn ihr mich fragt, wäre es durchaus interessant, zu erfahren, wie andere Leute bestimmte Ereignisse in der Geschichte erlebt haben, was sie in dem Moment gerade getan haben und was sie dabei gedacht haben.
Natürlich sind Blogs mit Erlebnisberichten dafür eine mögliche Anlaufstelle: Diese Berichte sind jedoch sehr dezentral und dementsprechend aufwändig zu recherchieren.

Man bräuchte also eine Plattform, auf der genau solche Erlebnisberichte gesammelt werden. Und in der Tat! Soetwas gab es bereits! Das damalige Projekt hieß “Miomi” und schien so erfolgversprechend zu sein, dass ein Investor bereit war, 100 Millionen Dollar an Venture Capital zur Verfügung zu stellen. Der Investor ging jedoch pleite und so kam kaum etwas von dem Geld beim Projekt an. Infolge dessen sprangen die Gründer von ihrem Projekt ab und verkauften es. Damit war die Idee vorerst gestorben… bis zum September diesen Jahres! :)

Tagtt - tag the time

Tagtt - tag the time


Seitdem existiert das neue Projekt Tagtt, das ohne die Unterstützung von Venture Capital im Rücken den Betrieb aufgenommen hat. Dieses Projekt hat sich auf die Fahnen geschrieben, sowohl historische Informationen zusammen zu tragen, als auch die persönlichen Eindrücke der Mitglieder zu diesen und anderen Momenten zu sammeln.

Den besten Einstieg kriegt man meiner Meinung nach, indem man direkt einen Blick in das Archiv wirft: Standardmäßig ist die Ansicht “Gemischt” aktiviert; man kann jedoch auch zwischen “Persönliches” und “Weltgeschichte” wählen und somit entweder Einträge mit persönlichen Eindrücken lesen oder aber historische Fakten durchstöbern.

Tagtt - Archivtypen

Tagtt - Archivtypen


In jeder Archivrubrik hat man dann die Möglichkeit, rechts an der Seite die Einträge nach dem Jahr – und später dann auch nach Monat und Tag – einzugrenzen oder alternativ die Einträge nach häufig verwendeten Wörtern filtern zu lassen. So kann man beispielsweise einmal sehen, was die Leute z.B. bisher alles zum Jahr 1989 verfasst haben.

Das erstellen eigener Einträge ist relativ simpel: Nachdem man sich registriert und seine Aktivierungsmail bestätigt hat, kommt man nach dem Login in den Bereich “My Home”. Das ist sozusagen die eigene Kommandozentrale, in der man neue Einträge schreiben und ältere Einträge lesen und löschen kann. Das ganze erinnert ein wenig an Twitter. ;-)

Tagtt - Kurzmitteilung

Tagtt - Kurzmitteilung


Wie es scheint, wird das ganze wohl darauf hinaus laufen, dass man später vor allem aktuelle Ereignisse kommentieren soll. Denn erst nach einem Klick auf “Neuen Eintrag anlegen” kommt man zu einer Eingabemaske, in der man auch vergangene Daten eintragen kann. Hier kann man auch die Sichtbarkeit von Einträgen auf bestimmte Nutzergruppen beschränken oder Einträge einer bestimmten Gruppe zuordnen.

Tagtt - Neuen Eintrag anlegen

Tagtt - Neuen Eintrag anlegen

Die angesprochenen “Gruppen” dienen übrigens dazu, Einträge zu thematisieren. Man kann entweder bestehenden Gruppen beitreten und Einträge diesen Gruppen zuordnen oder aber selbst neue Gruppen erstellen, denen dann auch andere Mitglieder beitreten können.

Insgesamt enthält das Projekt bisher vor allem viele persönliche Nachrichten, die oft auch nicht mit historischen Ereignissen verknüpft sind. Es zeigt sich jedoch – z.B. im Fall Enke – dass die noch recht junge Community doch schon einiges an Eigendynamik entwickeln kann und dann bestimmte Themen stärker beleuchtet werden.
Es bleibt zu hoffen, dass das Projekt viele neue – auch ältere – Mitglieder findet, die persönliche Erfahrungen zu älteren Geschehnissen beisteuern können. :)

Tagtt - Startbildschirm

Tagtt - Startbildschirm


Vielleicht hast ja genau du Lust, an dem Projekt mitzuarbeiten und deine Erfahrungen und Sichtweisen zu historischen Ereignissen und aktuellen Nachrichten mit der Welt zu teilen. Du könntest dadurch unsterblich werden. ;-)


Sterbliche Grüße, Kenny

P.S.: Wem Unsterblichkeit zu hoch gegriffen ist, der kann ja auch einfach mal sehen, ob er für seine Homepage nicht vllt. eine coole anpassbare Flash-Uhr braucht. Und für alle Redseligen unter euch bietet die Plattform für seine Mitglieder sogar einen Live-Chat an! :-)




Natürlich wollen auch Schwangere im Winter warm verpackt und gegen Schnee und Kälte geschützt sein. Winterjacken, speziell hergestellt für Schwangere sind etwas ganz Besonderes und nicht leicht zu erwerben, da man auf die Frage, ob es Winterjacken für Schwangere gibt, häufig nur ein genervtes "Nein, haben wir nicht bekommt. Jetzt ist es wieder so weit Die neue Schwangerschaftsmode ist da! Wunderbar lang geschnitten, um den Bereich um Hüften und Po, sowie den Bauch vor Kälte zu schützen. Alle Modelle sind mit zahlreichen Taschen versehen, sodass Sie auch einige Accessoires für Sie und Ihr Baby einpacken können. Jedes Modell gibt es in mehreren Farben und auch in großen Größen.
Einige Winterjacken haben Kapuzen, die Sie vor jedem Wind schützen und durch ihren raffinierten Schnitt können einige Jacken sogar nach der Schwangerschaft getragen werden, ohne dass etwas auffällt. So kann die Jacke auch später noch verwendet werden und man muss für den nächsten Winter keine neue Jacke kaufen.



27 Mai 2009 ~ 0 Comments | ÄHNLICHE ARTIKEL

Es war einmal: Thomy-Erpressung

Es ist lustig, wie man sich manchmal an Dinge erinnert, die man schon längst vergessen geglaubt hat – so wie bei mir vorhin: Ich hatte an eine alte Werbung gedacht, konnte mich aber trotz allem nicht an die Marke erinnern. Vielleicht kennt sie ja noch jemand: Darin vollführt eine Frau einen Handstand und trinkt dabei kopfüber aus einem Glas irgendeinen Fruchtsaft.

Jedenfalls habe ich dann ein wenig in Erinnerungen geschwelgt und bin mit den Gedanken dann irgendwann an der Thomy-Erpressung hängen geblieben. Ich selbst war damals erst 10 Jahre alt – scheine davon aber anscheinend doch ein wenig mitgekriegt zu haben: Vielleicht weil damals auch Gift-Anschläge auf Supermärkte in meiner Heimat Berlin verübt wurden?

Was ich bisher noch nicht wusste: Die Berliner Zeitung führt ein ziemlich umfangreiches Online-Archiv, in dem man auch zur damaligen Erpressung fündig wird.

Interessant fand ich dabei jedoch vor allem diesen Artikel. Darin heißt es u.a.:

Nur von von Erpressung betroffene Handelsketten verzichten auf Thomy-Produkte

Nach dem Fund von vergifteten Senf- und Mayonnaisetuben in Supermärkten in Saarbrücken und Regensburg haben Berliner Unternehmen lediglich eine sorgfältige Überprüfung veranlaßt.

Robert Gus, Regionsleiter bei Kaiser’s sieht vorerst keinen Grund, Thomy aus den Filialen zu verbannen. [...]

Rewe-Pressesprecher Wolfram Schmuck bestätigt, daß sein Unternehmen, zu dem auch Penny und Minimal gehören, nach Prüfung der Sachlage auch durch die Polizei keine Veranlassung sieht, die Regale leerzuräumen. [...]

Anders reagierten die Zentralen der Supermarktketten Plus, Lidl und Condi. Die von der Erpressung betroffenen Handelsgruppen reagierten schnell und gründlich: Sie räumten die drei direkt bedrohten Supermärkte bis zum letzten Joghurtbecher leer und einigten sich laut Condi darauf, die Ware versiegeln und vernichten zu lassen. Thomy-Produkte wurden vorsichtshalber aus allen Filialen verbannt.
(Artikel der Berliner Zeitung vom 10.04.97)

Na zum Glück habe ich damals keine Zeitung gelesen – wahrscheinlich wäre mir bei solch einem, vom Kommerz getriebenen, Vorgehen mein Pudding direkt im Hals stecken geblieben.
Das erinnert mich direkt wieder an diese angezettelte Diskussion eines Shoot’em-Up-Spielegegners. Dort heißt es:

Wenn dadurch nur EIN Opfer in der Zukunft vermieden werden kann, hat sich ein entsprechendes Verbot bereits gelohnt!
(Foreneintrag im Heise-Forum)

Wieso sollte das heute bei virtuellen (= nicht existierenden) Waffen gelten, damals aber nicht bei realem Gift?

Erinnert sich von euch noch jemand an diese Geschichte? Gab es damals einen Anschlag in eurer Umgebung? Habt ihr damals auf Produkte von Thomy verzichtet?


Nostalgische Grüße, Kenny

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