Herr Bachelor of Science

Tjaha! Nach nun mehr 3 Jahren Studium wurde mir letzten Freitag im mannheimer Rosengarten offiziell mein erster akademischer Grad - der Bachelor of Science - verliehen! :D

Bachelor-Urkunde Bachelor-Urkunde

Bachelor-Urkunde

Damit darf ich nun das Kürzel B.Sc. tragen, was sich auch bereits im Impressum niedergeschlagen hat ;-) .

Allerdings wird es dabei wahrscheinlich nicht bleiben - ich überlege nämlich neben dem Beruf ein Master-Studium aufzunehmen und dieses dann später um ein PhD-Studium zu erweitern. Das ist jedoch alles noch Zukunftsmusik: Erst einmal muss ich mich an meine neue Arbeit gewöhnen und sehen, wieviel Zeit nebenbei für ein Studium bliebe.

Als nächstes erwartet mich eine kleine Überraschung aus England, über die ich natürlich berichten werde, sobald sie aktuell werden sollte. :-)


Akademische Grüße, Kenny B.Sc.

Für die Verleihung habe ich übrigens im Park Inn Hotel in Mannheim übernachtet. Es war zwar nicht das billigste Hotel oder das, das am nächsten am Wasserturm liegt, aber dafür war es dort sehr schön, sauber, ruhig und gemütlich :-) ! Ich hatte sogar ein Wannenbad und ein riesiges Doppelbett für mich allein :D . Deshalb ist es in meinen Augen durchaus zu empfehlen ;-) .

Riverdance: Das Ende?

Nachdem ich schon relativ lange ein großer Fan der Show Riverdance bin und sie mir schon dutzende Male auf DVD angeguckt habe, habe ich mir vor gut einem Monat einen lange gehegten Traum erfüllt und mir die Show - zusammen mit Sascha - angesehen. Angeblich soll die Live-Vorführung, die ich besucht habe, die letzte gewesen sein, die jemals in Berlin gezeigt werden wird. Dementsprechend teuer waren dann auch die Karten! :D

Riverdance Eintrittskarte

Riverdance Eintrittskarte

Ich saß ziemlich weit vorne in der Loge: So hatte ich einen erhöhten Sitz, ohne zu weit von der Bühne weg zu sein. Die Stühle waren ziemlich hart, doch durch geschicktes Hinlegen der Jacke konnte man dem ganzen Abhilfe schaffen - alternativ hätte man an der Garderobe ein Sitzkissen ausleihen können.

Vor der Show: Die Ränge füllen sich

Vor der Show: Die Ränge füllen sich

Die Show selbst war gut, allerdings nicht ansatzweise so grandios, wie ich es von der DVD gewöhnt bin. Die Bühne war unglaublich klein, was bei einigen Choregraphien zu stören schien - so standen ein paar Tänzer in einigen Szenen herum und miemten Zuschauer, anstatt mitzutanzen.

Bühne aus meiner Perspektive Bühne aus meiner Perspektive

Bühne aus meiner Perspektive

Ein wenig enttäuscht war ich von der Band: Diese ist inzwischen auf magere vier Mitglieder zusammengeschrumpft. Die "spontanen" Jamsessions wirkten unglaublich gestellt und gezwungen. Schade, denn die musikalische Leistung von ihnen war alles in allem gut - wenn auch stellenweise mit vorher aufgenommenen Samples unterfüttert.

Absolut enttäuscht war ich hingegen vom Publikum: Ich weiß nicht, woran es gelegen hat - dem hohen Altersdurchschnitt, der späten Stunde oder der deutschen Mentalität - aber die Stimmung im Saal wäre bei einer Aufführung von Schindlers Liste sicherlich ähnlich euphorisch gewesen.

Zuschauer vor der Aufführung: Altersdurchschnitt?!

Zuschauer vor der Aufführung: Altersdurchschnitt?!

Jeglicher Anflug von Mitklatschen wurde von der Mehrzahl der Leute gestoppt - als ob sie bei jedem Schlag endlose Schmerzen erleiden würden. Glücklicherweise saß neben mir eine junge Frau - vielleicht Anfang 30 - die ebenso mitgerissen war wie ich: So merkten wir beide wenigstens, dass man nicht der einzige ist, der am liebsten aufstehen und mittanzen würde (wenn man es denn könnte) :D ! Dass genau das bei Aufführungen in Irland bereits vorgekommen ist, verschweige ich dem trägen deutschen Publikum an dieser Stelle lieber - es könnte sonst peinlich werden!
Ingesamt waren die Show und die Musik gut - mehr Enthusiasmus der Zuschauer hätte jedoch noch massiv zur Stimmumg beitragen können.

Hochsitze der Scheinwerfer-Beleuchter

Hochsitze der Scheinwerfer-Beleuchter

Abschließend noch mein persönliches Highlight: In einer Szene teffen Iren auf farbige Tänzer und beide Gruppen liefern sich ein Match, wer denn besser tanzen könne. Die beiden Farbigen (Gibt es dafür überhaupt einen politisch korrekten Begriff?!) waren dabei absolut spitze und für einigen Applaus und Lacher gut! Zum Schluss der Show tauchten sie - zur Verabschiedung - nochmals auf. Auch dort sorgten sie wieder für einiges Gelächter - zum Beispiel indem einer der beiden mit einer Frau im Publikum flirtete und mit ihr Nummern austauschen wollte und damit unweigerlich den Fortgang der Show verhinderte! :D

Ich bin ja gespannt, ob Riverdance nach Ende dieser Tour (die immerhin noch bis mindestens zum Februar 2010 läuft) wirklich für immer in der Versenkung verschwinden wird. ;-)

Wart ihr schonmal bei Riverdance oder einer anderen irischen Tanzshow? Wie es euch damals gefallen? Was hattet ihr damals für einen Eindruck vom deutschen Publikum?


Auf-dem-Fluss-tanzende Grüße, Kenny

P.S.: Gesponsert wurde das ganze übrigens von Reno, die derzeit ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Aus diesem Grund gab es auch für jeden Besucher einen Gutschein, mit dem 25% des nächsten Einkaufes sparen kann. :-)

Reno Gutschein

Reno Gutschein

Ich möchte ja keine Schleichwerbung betreiben, aber wenn man günstig gute Schuhe kaufen will, dann bei Reno. Dort kriegt man wenigstens ordentliche Echtleder-Schuhe - nicht so, wie bei anderen Konkurrenten, die einem ausschließlich billige Kunststoffware um die Ohren hauen.

Die Schnitzelei

Am letzten Dienstag war es soweit: Sascha und ich haben dreijährige Verlobung gefeiert. Ich hatte mir überlegt, mit ihm in ein schickes Restaurant zu gehen, das trotzdem nicht allzu abgehoben sein sollte. Meine Wahl viel aufgrund der überwältigend vielen positiven Bewertungen auf die Schnitzelei - genauer gesagt auf das Lokal in der Röntgenstraße 7.

Visitenkärtchen der Schnitzelei

Visitenkärtchen der Schnitzelei

Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht: Es wurde ein wunderschöner Abend. Das Restaurant liegt direkt an der Spree - im Sommer sicherlich ein grandioser Ort, um auf der Außenterasse zu verweilen.
Sicherheitshalber hatte ich bereits Wochen vorher den Tisch reserviert - an Freitagen und Wochenenden ist dies sicherlich besonders zu empfehlen! Selbst am Dienstag war das Lokal gut besucht.

Anfahrtsskizze zur Schnitzelei

Anfahrtsskizze zur Schnitzelei

Sowohl die Bedienung, als auch das Essen waren wunderbar! Zur Begrüßung gab es ein Gläschen von dem hauseigenen Pilsbier (das einzige Pils auf der Karte). Danach wurde die Bestellung aufgenommen.
Leider wählte ich einen ziemlich scheußlichen Aperetif: Campari. Als die Kellnerin sah, dass wir nicht viel davon tranken, fragte sie, ob es ein Problem gäbe und gab uns den Tipp, den Campari mit Orangensaft zu mischen - ein wirklich guter Tipp von einer wirklich zuvorkommenden Kellnerin!

Das Essen war toll - natürlich gab es Schnitzel :D ! Es war natürlich kein Problem, eine andere Beilage zu wählen, als auf der Speisekarte angegeben war. Auch Sascha bekam Ketchup zu seinem Schnitzel (der laut Kellnerin eigentlich für die Kinder bereitsteht).
Der absolute Höhepunkt war jedoch das Dessert: Mousse au Kinderchocolat :D ! Es schmeckt so, wie es heißt und ist mindestens so gehaltvoll, wie das gesamte Hauptgericht ;-) . Es gibt zwei kleine Kügelchen, die nach dem Essen locker für zwei Personen reichen. Wahrscheinlich wurden uns deshalb auch gleich 2 Löffel gereicht :D !

Die Rechnung

Die Rechnung

Ich denke, bei dem schönen Ambiente, dem hervorragenden Essen und der guten Bedienung ist der Preis durchaus gerechtfertigt. Deshalb ist meine Empfehlung für alle, die mal einen schönend Abend in Berlin verbringen wollen, sich die Schnitzelei näher anzusehen. Es war jedenfalls sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich dort gegessen habe. :-)


Schnitzelige Grüße, Kenny

P.S.: Auf der Homepage der Schnitzelei kann man sich übrigens die Speisekarte und die Getränkekarte im PDF-Format herunterladen.

Bundesdatenschutzbeauftragter vs. geltendes Recht?

Wie ich gerade im GoogleWatchBlog gelesen habe, hat der Bundesdatenschutzbeauftragte deutsche Versicherungen abgemahnt, weil diese Google Analytics (ein kostenloses Statistik-Tool) einsetzen. Es heißt u.a.:

"Die Nutzung des kostenlosen Google Analytics Service durch Website-Anbieter ist unzulässig, da die derzeitige Konfiguration des Dienstes eine wirksame Wahrnehmung des Rechts auf Widerspruch, Information und Auskunft sowie Löschung der Daten durch den Betroffenen nicht ermöglicht."
(Artikel im GoogleWatchBlog)

Möglich, dass die Versicherungen bereits nachgebessert haben, aber die Seiten, die ich besucht habe, haben Datenschutzbestimmungen online zur Einsicht. In diesen wird auch beschrieben, dass Cookies gesetzt werden und auch, dass anonymisierte Informationen für statistischen Erhebung genutzt werden.

Dem GoogleWatchBlog zufolge ist es zwar möglich, die Datenerhebung durch Deaktivierung der Cookies im Browser zu unterbinden, jedoch sei dies für technisch unbedarfte Nutzer kaum umsetzbar.

Zwar sei es möglich durch Unterbindung von Cookies die Datenerhebung zu verhindern, aber für nicht technischversierte Nutzer nur schwer umzusetzen.
(Artikel im GoogleWatchBlog)

Aber halt! Genau dazu habe ich doch letztens erst etwas gelesen: nämlich im Zuge der EU-Debatte bzgl. der Zustimmungspflicht zu Cookies. Die Flachzangen der EU haben nämlich entschieden, dass ein Nutzer erst seine Zustimmung geben muss, bevor ein Cookie auf seinem Rechner gespeichert werden darf. Man stelle sich mal vor, man würde von jeder Seite, die man jemals besucht, vorher gefragt werden, ob Daten gespeichert werden dürfen.

Genau zu diesem Thema hat sich vor einigen Monaten der Bundesverband Digitale Wirtschaft geäußert (der BVDW ist laut Deutschland.de übrigens "die mitgliederstärkste Interessenvertretung [der digitalen Wirtschaft] in Europa").
In deren Pressemittelung heißt es interessanterweise:

Nach geltendem Recht ist es bisher üblich, dass Diensteanbieter die Nutzer – etwa über entsprechende Datenschutzbestimmungen („Privacy Policy“) – transparent über Zweck und Einsatz von Cookies informieren und der Nutzer zudem über die selbstgewählten Einstellung seines Browsers entsprechende Einstellungen vornehmen kann. Dies sollte nach BVDW-Meinung unbedingt beibehalten werden
(Pressemitteilung des BVDW, Hervorhebung durch mich)

Mit anderen Worten ist es - laut dem BVDW - nich unüblich über den Zweck und den Inhalt der Cookies aufzuklären und dem Benutzer durch die Browserkonfiguration Einfluss auf die Datenerhebung zu nehmen. Dadurch wäre der Einsatz von Google Analytics meiner Meinung nach durchaus zulässig - entgegen der Ansicht des Bundesdatenschutzbeauftragten.

Was denkst du? Ist die Abmahnung durch den Bundesdatenschutzbeauftragen begründet? Denkst du, dass es ausreicht, dass der Benutzer die Cookies im Browser deaktivieren kann?


Keksige Grüße, Kenny

Erinnerungen an den Mauerfall

Heute jährt sich der Mauerfall zum 20sten Mal und ganz Berlin ist in Aufruhe - Staatschefs aus allen Herrenländern sind angereist, am Brandenburger Tor steigt eine riesige Party und im TV laufen die DDR-Dokus auf und ab.

Natürlich habe ich schon tausend Mal die Geschichte meiner Eltern gehört: Wie mein Vater Nachts von Arbeit nach Hause kam - er war Taxifahrer und hatte kurz nach der Grenzöffnung, den ersten Fahrgast in den Westen gefahren. Wie wir das erste Mal "rüber" gefahren sind und mein Bruder und ich von unseren Eltern Westschokolade gekauft bekommen haben. Doch ich bin damals noch viel zu jung gewesen, um mich selbst an irgendwelche Dinge erinnern zu können.

Ottifant und Rucksack Ottifant und Rucksack

Ottifant und Rucksack

Doch es gibt eine Sache, durch die ich mich auch heute noch mit diesem epochalen Event verbunden fühle: Ein Geschenk.

Eine Westmutter kam damals auf meine Mutter zu, die mit mir gerade auf Toilette gegangen war. Das Kind der Westmutter hatte diese gebeten, die Sachen an das erste Ostkind zu verschenken, das sie trifft. Wie man sieht, habe ich die Sachen heute noch. :-)


Östliche Grüße, Kenny

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