Umlaute sind in vielen Fallen unnotig

Ich habe gestern mal ein kleines Gedankenexperiment gemacht und mir uberlegt, was ware, wenn wir keine Umlaute mehr hatten. Lustigerweise konnen wir in den meisten Fallen anhand der Groß- und Kleinschreibung oder aber anhand der Grammatik erkennen, welches Wort gemeint ist. Die Frage, die sich mir deshalb stellt: Brauchen wir uberhaupt noch Umlaute? Interessantweise erkennt man die Wortherkunft ohne den Umlaut tlw. sogar noch besser! Kleines Beispiel gefallig?

"Der Ausflug war so gefahrlich, dass ich um sein Wohlergehen bekummert war."

Ware es nicht einfacher, noch einmal eine Rechtschreibreform durchzufuhren, in der die Umlaute abgeschafft werden und bei Uberschneidungen eine moglichst einfach anzuwendende Unterscheidungsregel gefunden werden wurde? Vielleicht sind wir ja in ein paar Jahrzehnten (wenn nicht Jahrhunderten) bereit, uns von unseren heißgeliebten Punktchen zu trenne.

Konntet ihr euch vorstellen, von jetzt auf gleich auf die Verwendung der Umlaute zu verzichten? Hattet ihr eher Probleme mit der Schreibweise oder doch eher mit der Aussprache? Wurdet ihr einen Blog lesen wollen, der komplett auf Umlaute verzichten wurde?


Umlautfreie Gruße, Kenny

Filesharing IST eine marktwirtschaftliche Aussage

Gerade habe ich von @Scytale einen Link zu einem Artikel der Zeit Online erhalten, der von Christian Sommer - der Vorstandsvorsitzender der "Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen" - geschrieben wurde. In dem Artikel mit dem Namen "Downloaden für die Demokratie?" setzt er sich mit dem Thema Filesharing auseinander.

Den allgemeinen Tenor des Artikels und die vor Platitüden strotzdenden Aussagen, will ich an dieser Stelle nicht nochmal wiederholen oder kommentieren. Mir geht es lediglich um einen kleinen Absatz auf der zweiten Seite des Artikels. Dort heißt es:

Wenn es tatsächlich darum ginge, das "Broadcast-Modell aufzubrechen", [...] dann wäre das zunächst eine marktwirtschaftliche Frage [...].
(Christian Sommer in der Zeit Online)

Ich mag mich ja irren - und bitte korrigiert mich, wenn ich das tue - aber ich dachte immer, Umsatzeinbußen eines Unternehmens wären eine marktwirtschafte Antwort, die eine "marktwirtschaftliche Frage" beantwortet? Ich meine, dass die Musikindustrie nach Jaaahren des Zögerns, des Meckern und des Klagens verstanden hat, dass die Kunden gerne online Musik erwerben wollen - und zwar nicht zu Ladenpreisen - hat doch gezeigt, dass hinter dem Filesharing tatsächlich eine wirtschaftliche Kraft steht.

Gäbe es eine politische Dimension, dann wäre es nur konsequent, die Produkte der Multis mit den Äxten eben nicht zu konsumieren, sondern zu boykottieren. Paradoxerweise findet aber das nicht statt. Im Gegenteil.
(Christian Sommer in der Zeit Online)

Da hat Herr Sommer aber anscheinend etwas nicht verstanden: Das Problem sind doch nicht die Produkte! Das Problem sind die "Multis mit den Äxten"! Wieso sollte ein normal denkender Mensch die Produkte boykottieren, die er gerne konsumieren möchte, wenn er doch nur den Geldhahn der Multis zudrehen will?

Aber um diese Form des politischen Aussage des Filesharing ging es im Ausgangsartikel "Die politische Dimension des Teilens" des Chaos Computer Clubs garnicht. Dort wurde beschrieben, dass Filesharing eben nicht nur zum Austausch von illegalen Inhalten dient, sondern auch zur Verbreitung von freiem Wissen. Weiterhin wird darin beleuchtet, dass Filesharing ein ideales Medium wäre, um auch kommerzielle Inhalte zu verteilen, wenn endlich ein Weg gefunden werden würde, die Bezahlung der Inhalte ordentlich zu regeln.
Mit solch einer umfassenden Lösung könnte dann jeder zum - sowohl freien als auch kommerziellen - Inhaltsanbieter werden, ohne sich um etwaige Verteilungswege kümmern zu müssen. Und genau deshalb gibt es solch eine starke Content-Lobby; denn die Verlage, Musiklabels und Filmverleihe werden genau dafür bezahlt: Für die Aufgabe, Inhalte für Interessen verfügbar zu machen. Genau diese Unternehmen würden durch einen freien Verteilungskanal früher oder später sterben.


Kommentierende Grüße, Kenny

Alte Autofahrer und meine Nerven

Heute morgen habe ich es wieder mal erlebt: Ein bisschen Nebel und alte Leute in Autos vertragen sich absolut nicht. Ja, es gibt auch junge Leute die nicht Auto fahren können. Die machen das aber wenigstens so zügig, dass ich nicht wegen ihnen bremsen muss.

Anders sieht das bei der Riege der Ü70-Fahrer aus. Ich kann es mir jedenfalls nicht erklären, weshalb man in einer laaaaaanggezogenen Kurve von 100km/h auf 80km/h abbremsen muss. Ebenso verstehe ich nicht, weshalb diese Leute abrupt abbremsen müssen, nur weil ihnen ein Auto entgegen kommt: Sowas kommt auf einer Landstraße nunmal ab und zu vor!
Ich habe ja schon überlegt, ob die alten Damen und Herren vllt. Angst haben, dass beim Vorbeifahren des anderen Autos so ein großer Druck auf sie einwirkt, dass der Herzschrittmacher versagt - aber das ist nur eine Idee von vielen.

Getoppt werde die generell-langsam-Fahrer nur noch von denen, die auf der 100er Strecke permanent 70km/h fahren, diese Geschwindigkeit dann aber auch in der geschlossenen Ortschaft beibehalten. Ob die wohl die Funktion des Tempomat ein wenig überbewerten?

Wie dem auch sei, mir geht diese Sonntagsfahrerei jedenfalls tierisch auf die Nerven!

Habt ihr diese unausgegorene Fahrweise auch schonmal erlebt? Seid ihr auch frustriert, wenn es ihr es dann nicht schafft, diese Verkehrsstörung zu überholen? Wie regt ihr euch in solch einer Situation ab?


Jugendliche Grüße, Kenny

Datenbankfehler in WordPress: db-error.php

Da ich schon seit mehreren Tagen teilweise massive Probleme mit der Datenbank habe und mein Provider bisher keine zufriedenstellende Lösung gefunden hat, musste ich erstmal nach einer minimalen Alternative suchen.

Hintergrund ist, dass ich auf der Seite ein bisschen (kaum auffallende) Werbung geschaltet habe, um den Blog zu finanzieren. Natürlich wird regelmäßig geprüft, ob diese Werbung auch wirklich verfügbar ist: Diese Prüfung ist jedoch nicht möglich, wenn die Datenbank gerade mal wieder streikt.
Deshalb habe ich mich bei der Perishable Press informiert und herausgefunden, dass WordPress einem die Möglichkeit gibt, die Seite zu bearbeiten, die anzeigt wird, wenn ein Datenbankfehler aufgetreten ist.

Dazu muss lediglich die Datei wp-content/db-error.php erstellt und mit Inhalt gefüllt werden. Ist diese vorhanden, wird deren Inhalt zur Anzeige des Fehlers genutzt. Im ersten Schritt habe ich nun dort einfach erstmal die Werbung eingetragen, die permanent verfügbar sein sollte.
Im nächsten Schritt werde ich dann wohl auch dazu übergehen, eine Fehlerseite zu erstellen, die dem normalen Seitendesign entspricht.

Am liebsten wäre es mir jedoch, wenn das Datenbankproblem endlich vollständig behoben werden würde!


Fehlerhafte Grüße, Kenny

Die Regierung gegen die Viren

Ich hatte ja heute das Thema schonmal kurz angeschnitten: Wie im Artikel der Welt Online zu lesen ist, will die Regierung (vor allem das BSI und der Verband eco) eine Art Zwangs-Virenschutz einführen.

Auch Fefe stellt sich - genauso wie ich - die Frage, wie das ganze technisch überhaupt realisiert werden soll. So einfach ist es nämlich garnicht, herauszufinden, ob ein Rechner mit einem Virus infiziert ist: Man müsste Zugriff auf den Rechner haben und diesen dann nach Schadsoftware scannen.
Aber vielleicht ist der Artikel der Welt Online auch einfach nur schlecht recherchiert, denn bei Heise ist nur etwas von Botnetzen zu lesen.

Doch auch bei diesen gibt es mehrere Probleme:

  • Zuerst einmal taucht die Frage auf, weshalb die ISPs plötzlich in der Position sein sollten, sämtlichen Datenverkehr zu analysieren?
  • Dann ist die Frage, ob es überhaupt Mittel gibt, entsprechende Schädlinge effektiv ausfindig zu machen? Wie erkennt man einen Bot? Was unterscheidet ihn von normalem Traffic? Was, wenn die übertragenen Daten verschlüsselt werden?
  • Abschließend ist die Frage, was es dem Bürger bringt? Er selbst hat doch keine Probleme mit Bots. Ihn interessiert doch viel eher, dass niemand seine Daten klaut. Aber genau dafür ist das ganze eben nicht ausgelegt. Wie denn auch?

In den Pressemeldungen der eco und des BSI werden die Aussagen zur Überwachung übrigens äußerst knapp gehalten. Dort wird hauptsächlich von einer Hotline gesprochen, die die Bürger anrufen können, wenn sie infiziert sind. Der Punkt, dass infizierte Rechner automatisch auf eine Antiviren-Webseite weitergeleitet werden, wird nur sehr kurz erwähnt.

Zu was man einen Bürger bringen könnte, der sich hilfesuchend an solch eine Institution wendet (Bundestrojaner installieren, etc.), möchte ich an dieser Stelle garnicht groß erwähnen. Das bleibt der Kreativität meiner Leser überlassen. ;-)


Update:
Da scheine ich mit meiner Meinung genau dem (Segel)Kurs der Piratenpartei zu folgen. Auch im neuesten Heise-Artikel zu dem Thema werden meine Aussagen und Befürchtungen bestätigt.


Virale Grüße, Kenny

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