Die Content-Industrie heult…

Immer wieder hört man davon, dass es der Content-Industrie aufgrund des Internets so unglaublich schlecht gehen würde. Nachdem vor ein paar Wochen die Musikmesse Popkomm abgesagt wurde, kommt nun das nächste Aufheulen.

Laut heise.de pocht Axel Springer nun auf die Einführung einer Computer-Abgabe bei Neugeräten, um die schwächelnden Printmedien finanziell zu unterstützen.
Was ist das denn bitte für ein Scheiß?! Die alten Papierriesen kriegen es nicht hin, sich gegen die kostenlose Informationsquelle Internet zu behaupten und moderne Finanzierungswege zu erschließen und deshalb soll man nun als Computernutzer deren veraltetes Monopol finanzieren?! Das ist doch wohl ein schlechter Scherz!

Ich freue mich schon auf die Zeit, wenn sich die alten Zeitungen entweder der aktuellen technischen Entwicklung angepasst haben oder andererseits von der BILDfläche verschwunden sind. Natürlich freue ich mich jeden Tag, als Blogger und Twitterer Teil dieser Entwicklung zu sein 😀 !

Und apropos Popkomm: Wer sich für das Thema "verringerte Einnahmen durch File-Sharing" interessiert, sollte sich mal diese Ausarbeitung der Harvard Business School zu Gemüte führen.

Dort kommen sie nämlich zu dem Ergebnis, dass der Einfluss von Downloads auf die Verkaufszahlen kaum messbar ist:

Downloads have an effect on sales which is statistically indistinguishable from zero [...]
(The Effect of File Sharing on Record Sales An Empirical Analysis)

Insgesamt fand man dort heraus, dass File-Sharing keinen signifikanten Einfluss auf die Verkaufszahlen der untersuchten Alben hatte:

We find that file sharing has no statistically significant effect on purchases of the average album in our sample.
(The Effect of File Sharing on Record Sales An Empirical Analysis)

Frage ist nun, warum die Content-Industrie trotzdem ununterbrochen über die schwindenden Verkaufszahlen meckert und den erhobenen Zeigefinger wild in irgendeine Richtung streckt? Vielleicht sollten die Firmenbosse aufhören, zu versuchen, die Schuld von sich zu weisen und mal anfangen, sich an die eigene Nase zu fassen! Vielleicht erkennt man ja dann mal die gemachten Fehler der letzten Jahre.
Heulende Grüße, Kenny

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