Die Zukunft der IT… vielleicht…

Da wären wir endlich beim Artikel des Monats August. Lange hat's gedauert - und Schuld daran ist mein zukünftiger Arbeitgeber 😉 . Wie ich ja angekündigt hatte, wollte ich eigentlich alle 8 Bücher im Gewinnspiel unter die Leute bringen, wenn ich endlich meinen Vertrag unterschrieben habe.

Nun, erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt. Denn eigentlich hätte ich den Vertrag längst in meinen Händen, wenn... ja wenn die Firma es geschafft hätte, das zu tun, worum ich sie gebeten hatte - nämlich den Vertrag nach Mannheim zu schicken, da ich ja zur Zeit Vorlesungen habe. Aber nein... irgendwer hat anscheinend mal wieder geschlafen und so bekam ich am Freitag einen Anruf von meinen Eltern, dass Unterlagen von der Firma in Berlin angekommen seien.
Jetzt haben sie den Umschlag gestern noch zur Post gebracht, weshalb ich gehofft hatte, dass er heute ankommen würde. Die Postfrau kam, aber sie hatte keinen Brief für mich 🙁 . Allerdings will ich nur noch ungern bis Montag mit der Veröffentlichung des Artikels warten. Nunja, weiter im Text...

Ich möchte noch einmal ein Dankeschön an Hannes Schurig loswerden, der noch einmal kurz vor Schluss die Werbetrommel für mich rühren wollte und damit das Gewinnspiel um einen Tag verlängert hatte. 😉

Die Bekanntgabe des Gewinners wird, wie beim letzten Mal, in einem seperaten Artikel erfolgen.

Da bei mir zur Zeit alles in Richtung Ende des Studiums und zum neuen Arbeitsplatz verläuft, habe ich mal Überlegungen angestellt, wie meine Arbeit sich wohl in den nächsten 40 Jahren verändern könnte. Welche Hardware werden wir im Alltag verwenden? Wie wird die dazugehörige Software aussehen? Wie werden wir mit der Technik interagieren?

Gleich am Anfang möchte ich mich gegen einen Trend aussprechen: Das Internet. Ja, das Internet ist toll, ich verbringe selbst eine Menge Zeit im WWW und bin auch politisch aktiv, um (u.a.) die Bürgerrechte in diesem noch recht jungen Medium zu stärken. Mit dem Web 2.0 ist es für jeden möglich geworden, Inhalte zu publizieren und für deren Verbreitung zu sorgen.
Und das sage ich nicht einfach so: Ich habe schon früh erste Gehversuche mit eigenen Webseiten gemacht und es war nie sonderlich leicht, einen halbwegs passablen Kommunikationskanal zu öffnen. Oft blieb es dabei, dass nur wenige Leute Notiz von den eigenen Inhalten genommen haben - meist blieb die Webseite im reinen Freundeskreis. Erst jetzt ist es auch für den kleinen Bürger möglich, Netzwerke zu knüpfen, Ideen zu verbreiten und wirklich gefunden zu werden.

Das ist toll und ich denke, dass uns das Internet auch weiterhin als Informationsquelle und als Grundlage unserer Kommunikationswege erhalten bleiben wird.
Was ich allerdings nicht glaube oder - vielleicht eher - hoffe, ist, dass das Internet die Antwort auf die Frage sein wird, wo zukünftig Anwendungen ausgeführt werden. Das mag durchaus einher gehen mit meiner Einstellung zum Cloud Computing.

Ja, es gibt Ansätze wie z.B. Prism (ein WebApp-Container) und auch Google versucht, mit seinem (zur Zeit in der Entwicklung befindlichen) Betriebssystem Chrome OS eine Plattform zu schaffen, auf der sich Anwendungen im Web abspielen. Wirklich repräsentativ ist das allerdings nicht. Ich meine: Was will denn Mozilla - als überwiegender Browsergigant - sonst großartiges machen, außer ein neues Browserkonzept auszuprobieren? Und Google erst - was anderes als Marktmacht im Internet haben sie doch kaum. Da ist es doch klar, dass sie darauf drängen, Anwendungen ins Web zu verlagern!

Ich persönlich denke, dass das Web die Desktopanwendungen nicht ablösen wird. Hier und da wird es evtl. kleinere Formate geben, die ihre Funktionalität ausschließlich durch Webapplikationen erlangen. Solange man immer im Internet unterwegs ist, mag das praktikabel sein - zumindest so lange, bis man sich Gedanken darüber macht, wer denn nun noch alles Zugriff auf die eigenen Dateien (Briefe, etc.) hat.
Vor allem für unterwegs - wo es auch mal vorkommen kann, dass man eben kein Internet hat - würde so ein Konzept jedoch nicht tragfähig sein. Man stelle sich mal vor, man macht eine Dienstreise in die Pampa und plötzlich hat man keine seiner Dokumente mehr oder kann die Präsentation nicht halten, weil man kein Impress auf dem Rechner hat. 😉

Aber da wir gerade beim unterwegs sein sind: Ich denke, dass das Handy eine immer größer werdende Rolle spielen wird. Es liegt zwar noch ein Stückchen vom Weg vor uns, aber den Großteil haben wir, denke ich, schon geschafft! 🙂

Wenn ich mit Leuten - abgesehen von JHB - darüber rede, dass es in naher Zukunft möglich sein wird, den Rechner (z.B. das Laptop) durch ein Handy zu ersetzen, kommt meist die Aussage, dass die Geräte doch noch viel zu leistungsschwach sind. Das mag stimmen, jedoch sind wir auf dem Weg der Besserung - die 1GHz Marke haben wir schon erreicht!

Was bisher fehlt, sind ordentliche Bedien- und Darstellungskonzepte für das Handy - und damit meine ich nicht herausziehbare Tastaturen oder Touchscreens. Es muss eine Möglichkeit gefunden werden, dass man das Handy wirklich wie einen PC benutzen kann: Und dabei geht es mir vor allem um die Effizienz. Natürlich, man kann mit der Bildschirmtastatur des iPhone arbeiten, aber dabei ist man weit davon entfernt, so schnell zu arbeiten, wie mit einer echten Tastatur. Ebenso ist der Bildschirm für eine längere Arbeitsphase viel zu klein.

Projektoren im Handy könnten eine Lösung für dieses Problem darstellen, doch auch ein einfacher (kleiner) Monitoranschluss am Handy, der meinetwegen eine Auflösung von 1024x768 Pixel liefert, sollte für den Anfang ausreichen. In Verbindung mit einer Bluetooth-Tastatur oder gar einer Projektionstastatur könnte man die Bedienbarkeit (und damit die Effizienz) des Handy massiv steigern.

Die Basistechniken sind vorhanden - wir müssen sie nur noch geschickt zusammenfügen. Es mag hier und da zwar Leute geben, die sagen, sie würden es nicht nötig haben, dass ihr Handy so viel mehr kann als jetzt schon. Aber wenn man zeigen kann, dass sie durch diese Entwicklung garkein anderes Gerät mehr benötigen, dann würde mich mal interessieren, wie die Entscheidung ausfällt. 🙂

Was denkst du? Könntest du dir vorstellen, dein Handy als PC-Ersatz zu verwenden? Wie siehst du die zukünftige Entwicklung von Webanwendungen?

Update:
Wie ich gerade im Nokia N95 Blog gelesen habe, ist es schon seit 2 Jahren möglich, das N95 per Cinch mit dem Fernseher zu verbinden. Da sage ich nur: Wow! 😀
Da der Artikel doch schon etwas älter ist, habe ich mal geguckt, ob man so ein Kabel heute auch noch kaufen kann. Ergebnis: Bei Handyersatzteil.ch kann man das Dingen immernoch finden. 😉

Zukünftige Grüße, Kenny

P.S.: Dieser Text wurde auf einem Laptop mit 1.2GHz-Prozessor und einer Auflösung von 1024x768 verfasst. Es sollte einem zu denken geben. 😉

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    • Was soll mir dieser Link bringen? Meinst du wegen meiner Verwendung als "das Laptop"? Falls ja, kann ich den "Einwand" nicht verstehen, schließlich steht auf der verlinkten Seite u.a.: "Lap|top [lp…], der, auch: das; -s, -s [engl. laptop (computer), aus: lap = ?Schoß u. top ... "

  1. Ich werde versuchen diesen Artikel in Erinnerung zu halten. Wir sprechen uns dann in 40 Jahren (wahrscheinlich können wir uns schon in 10 Jahren zusammensetzen) wieder und analysieren das Thema nochmal.
    Ich geb dann ein Essen aus, allerdings in Berlin 😉
    Wir beide haben das Thema ja schon durch, also, abwarten 🙂
    Aber schöner Text.

  2. Ja, wenn man immer wüsste wo die Reise hingeht, könnte man sich viel Ärger ersparen. Grade in unserer schnelllebigen Zeit kann man nicht so weit in die Zukunft blicken. Es werden aber bestimmt noch einige Überraschungen auf uns „lauern“.
    Gruß vom Dachdecker Chris!

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