"Ich hab‘ doch nichts zu verbergen"

Gestern war es mal wieder soweit und ich wurde mit dem Problem Datenschutz- und Persönlichkeitsrecht konfrontiert - das passiert öfters mal, da es tatsächlich Leute gibt, denen es ziemlich egal zu sein scheint, was mit ihren Daten angestellt wird. Da ist es egal, ob das nun Smoker von den Blogflöten ist, der ein Online-Projekt anpreist, über das man seine (und damit evtl. auch meine) Kontaktdaten weltweit synchronisieren kann, oder andere Leute, die sich z.B. nicht über die Benutzung von Google Mail belehren lassen wollen:

Die Computer von Google werten die Informationen in Ihren Nachrichten aus verschiedenen Gründen aus, unter anderem zur Formatierung und Darstellung der Informationen für Sie, zur Schaltung von Anzeigen und verwandten Links, zur Vermeidung von unerwünschten Massen-E-Mails (Spam), zur Sicherung Ihrer Nachrichten und zu anderen Zwecken im Zusammenhang mit dem Angebot von Google Mail.
(Google Mail Datenschutz)

Die Antwort, die man dann erhält, ist meist ein lapidares "Ich hab' doch nichts zu verbergen". Dass durch deren ungenügende Beachtung des Datenschutz auch ihr Umfeld betroffen ist, das sehen diese Leute anscheinend meist nicht.

Immerhin sind es auch meine Informationen, die Google da mitliest, wenn ich solch einer Person notgedrungen eine E-Mail schicken muss und immerhin sind es auch meine persönlichen Kontaktdaten, die da dann wer-weiß-wo in der Welt auf irgendwelchen Servern liegen, ohne, dass ich davon überhaupt weiß!

Deswegen: denkt nicht nur an euch, sondern auch mal an die anderen! Oder um es mit den Worten von Helen Lovejoy auszudrücken: "Kann denn nicht ein einziges Mal jemand an die Kinder denken?!"
Geschützte Grüße, Kenny