UltraDefrag: Auf ganzer Linie versagt

Nachdem mein Subnotebook (ein IBM Thinkpad X40) beim Hochfahren immer langsamer wurde, dachte ich, das könnte evtl. an einer zu sehr fragmentierten Festplatte liegen. Da ich allerdings noch im Hinterkopf hatte, dass das XP-eigene Defragmentierungsprogramm nicht so der Hit ist, habe ich mich auf die Suche nach einer kostenlosen Alternative begeben.

Durch einen Blogeintrag bin ich dann auf das Programm UltraDefrag aufmerksam geworden. Die Fakten hörten sich sehr vielversprechend an: Kernel-Treiber für eine hohe Geschwindigkeit; kleine, handliche Implementierung; und so weiter und so fort.

Mein Erlebnis mit dem Programm war desaströs. Allein 2 Stunden gingen für die Analyse der Festplatte drauf. Nach weiteren 8 (in Worten: ACHT) Stunden (über die Nacht bei voller Leistung) habe ich dann den Vorgang bei 40% abgebrochen. Von anfangs ca. 16.000 als fragmentiert erkannten Dateien waren zu dem Zeit Punkt über 12.000 noch nicht bearbeitet worden. Einfach nur unglaublich! Und das bei einer - für heutige Verhältnisse - winzigen 40GB Festplatte! :-(

Der krönende Abschluss war der Versuch, die Defragmentierung abzubrechen. Es gibt bei dem Programm einen "Pause"-Knopf und einen "Stop"-Knopf. Das Problem ist nur, dass beim Klick auf "Stop" überhaupt nichts passiert. Keine Reaktion jedweder Art.
Zu meinem Erstaunen musste ich dann feststellen, dass durch "Pause" dann der gesamte Vorgang abgebrochen wird. Man stelle sich nur mal vor, jemand muss kurz etwas machen, will den Vorgang kurz anhalten, nur um dann festzustellen, dass alles wieder von vorne beginnt.

Nach diesem Erlebnis der besonderen Art, ist das Programm direkt achtkantig von meinem PC geflogen. Ich werde mir nun als nächstes einmal das Programm MyDefrag angucken, dass mir empfohlen wurde.

Defragmentierende Grüße, Kenny