3D muss man WOLLEN!

Ich war am Wochenende mal wieder im Kino und habe dort meinen Saw 3D Kinogutschein ausgespielt. Der Film selbst war gut, aber...

...sowohl bei der 3D-Filmvorschau als auch beim eigentlichen Streifen ist mir eines aufgefallen: 3D ist derzeit in aller Augen, aber wirklich Ahnung davon scheint kaum jemand zu haben. Anders kann ich mir nicht erklären, dass die Filme derart schlechte 3D-Ergebnisse abliefern. Es scheint, als ob die Regisseure weiterhin Kameraeinstellungen und -bewegungen aus 2D-Zeiten einsetzen: ein absolutes No-Go!

Immer wieder wird der 3D-Eindruck durch störende Bildelemente im Vordergrund oder durch viel zu schnelle Kameraschwenks zerstört. Teilweise ist sogar überhaupt kein 3D-Effekt vorhanden - selbst bei Saw 3D wurde stellenweise einfach auf eine 2D-Ansicht gewechselt! Was soll das denn bitte?

Ich denke, dass alle Regisseure mit dem Film Avatar eine wirklich gute Vorlage erhalten haben, an der sie sich bezüglich 3D-Film orientieren können. Aber warum tun sie es dann nicht?! Ich persönlich ziehe aus dieser Erfahrung jedenfalls die Konsequenz, erst einmal auf 3D zu verzichten, bis Hollywood lernt, dass man 3D wirklich wollen muss und nicht nachträglich einfügen kann, um nochmal ein paar Dollar mehr zu verdienen...
Zweidimensionale Grüße, Kenny

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich kann nicht verstehen, wie man Avatar als Highlight bezeichnen kann.. In diesem Film war 3D Technik unglaublich schlecht umgesetzt.. die ganzen Filme die auf der James-Cameron Technik aufbauten (zB Resident Evil), fande ich unter dem 3D Aspekt sehr schlecht umgesetzt, weil wenig Tiefenschärfe bei 3D Filmen meiner Meinung nach extrem stört (weil das Auge immer auf die unscharfen Bereiche fokussieren will, ohne das es das kann) und auch der 3D Effekt selbst darunter leided..

    Wenn ich dagegen Filme wie Alice im Wunderland sehe, die in der kompletten Ebene scharf sind und viel viel plastischer und fassbarer aussehen: So muss 3D aussehen, dann klappts auch mit dem Kinobesucher! Und außerdem sehen dann auch für 2D zugeschnittene Kamerafahrten echt überzeugend aus. Wenn man dagegen den ganzen Film auf 3D Effekte auslegt (zB Resident Evil, wo man ständig irgendwo runterfällt oder einem Dinge entgegengeflogen kommen), aber dann das 3D technisch versagt, ist das meiner Meinung nach der falsche Weg..

    • Der gleichen Meinung bin ich auch, gerade die Sache mit dem Fokus hat mich bei Avatar wirklich sehr gestört. Persönlich schaue ich lieber Animationsfilme in 3D, da dieses Problem dort nicht oder (i.d.R) nur gewollt auftritt. Besonders gut (zugegeben vielleicht nicht storytechnisch) fand ich in der Hinsicht "Die Legende der Wächter".

      Bei 3D-Produktionen kommt bei den Spielfilmen übrigens sehr erschwerend hinzu, dass das Auswechseln der Linsen bei 3D-Kameras sehr viel mehr Zeit in Anspruch nimmt als bei den 2D-Pendants. Daher gibt es hier weniger Spielraum, für's "mal ausprobieren" - es frisst zu viel Zeit und damit Geld. Daher vermutlich auch diese geringe Experimentierfreudigkeit mit der zusätzlichen Dimension.

  2. 3D muss man Können!

    Genau wie beim Wechsel von der "RL-Theaterbühne" zum 2D-Kino, in dem dann zunächst auch nur aus der Standard-Zuschauerperspektive gefilmt wurde, bevor man gelernt hatte dass die Kamera viel mehr Perspektiven zu bieten hat, muss auch das 3D-Kino zunächst seine Form finden. Es werden dafür viele Experimente nötig sein und viele davon werden scheitern. Aber es wird eben auch Leuchttürme geben, wie z.B. Avatar, die diese Technik vorranbringen werden und die irgendwann zu der Popularität führen werden, die das normale Kino heute für uns hat.
    Geben wir dem 3D-Kino noch ein paar Jahr(zehnt?)e Zeit und gucken wie es sich entwickelt. 🙂

    (Und drücken wir die Daumen, dass es nicht schon wieder in der Versenkung verschwindet, so wie die letzten Male, als man das Einführen wollte ^^)

    • Ich weiß ja nicht, ob die Produktionsdauer solch eines Filmes unterschätze, aber warum wird denn dann nicht auf der Technik der Leuchttürme (z.B. Avatar) aufgebaut? Stattdessen kommt es mir so vor, als ob man halt einen 2D-Film - wie üblich - gemacht hat und dort halt, wenn passend, ein bisschen 3D "dazugerechnet" hat. Diesen Eindruck habe ich, wie beschrieben, dadurch, dass z.B. bei Saw 3D teilweise Szenen ohne jeglichen 3D-Effekt enthalten waren.

      • Afaik sind die meisten 3D-Filme bisher nach diesem Prinzip hergestellt worden (also erst 2D dann in 3D umrechnen). Ich nehme mal an, weil es so billiger ist und weil viele Studios noch gar nicht über die entsprechende Technik verfügen.
        Zudem muss man auch mal sagen, dass Filme durch 3D nicht besser werden. Ein schlechter Film bleibt ein schlechter Film, da kann die 3D-Effekthasscherei auch nicht viel helfen!

        Warum wird man hier eigentlich dauernd gezwungen seine Mailadresse anzugeben? Voll unpiratig!

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