E-Autos mit Solarpanel bitte!

Ich bin derzeit sehr verwundert: Ich habe mir von Varta einen "Solar Charger" für's Handy geholt und muss sagen, dass das Dingen soweit ziemlich gut funktioniert - auch wenn die Entladung sehr lange dauert. Was mich nun wundert: Warum wollen die Autobauer keine Solarpanels in ihren Autos haben?

Wie Kleinserien - z.B. von Venturi - zeigen, müssen Autos mit Solarpanel nicht exorbitant teurer sein als Autos ohn Panel. Warum also hat keiner der großen Autobauer für sein E-Auto angekündigt, darin Solarpanels zu verbauen? Der Imagegewinn der E-Auto-Branche und das Vertrauen in diese neue Technik würde wahrscheinlich stark ansteigen.
Ich meine: Seien wir doch mal ehrlich. Das Hauptproblem an den E-Autos der ersten Generation ist doch, dass sie nicht sonderlich weit fahren und ewig brauchen, bis der "Tank" wieder voll ist. Einige Automobilhersteller versuchen das Problem damit zu umgehen, dass sie Hybridautos entwickeln: also ein E-Auto, dessen Akku im Notfall z.B. mit einem Erdgasmotor aufgeladen wird.

Da nun so ein Auto eh die meiste Zeit draußen steht (zumindest, wenn man keine Garage hat) wäre es doch sinnvoll, den Akku während dieser Zeit kostenlos aufladen zu lassen. Besser noch: Man müsste keine Angst haben, mal plötzlich mit leerem Akku dazustehen - denn wenn man genug Zeit hat, könnte man einfach warten, bis der Akku wieder voll ist 🙂 .
Solargrüße, Kenny

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Gefragt habe ich mich das auch schon. Ohne jetzt eine tiefere Recherche anzustellen würde ich mal behaupten, dass in dem Fall die Nachfrage das Angebot bestimmt. Autobauer werden für ihre Verantwortung gegenüber ihren Arbeitnehmern deutlich mehr getreten, als für ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt. Und aktuell kann sich wohl keine Autobauer dieser Welt, der wirklich eine nennenswerte Zahl von Beschäftigten hat einen Imageverlust durch zu mögliche Arbeitsplatzverluste beim Scheitern eines großen Innovationsprojektes leisten.

    Neben den politischen Problemen würde ich sagen, dass es durchaus auch technische Schwierigkeiten geben könnte, gerade was Unfallsicherheit (fürs eigene Fahrzeug und potentielle Unfallpartner), Ladeleistungsverluste durch dreckige Autos und Lebensdauer der Akkus bei stark schwankender Ladeleistung angeht. Um einen größeren Akku kommt man dabei definitiv nicht herum, wer will schon auf dem Weg zur Arbeit im Tunnel stehen bleiben, weil seine Frau gestern im Schatten geparkt hat 🙂 Und das sind dann eben wieder potenzielle Wartungskosten, die Normal-Kunden nicht gerade begeistern dürften.

    Aber auch da werde ich wohl mal die Augen offen halten.

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