Kostengünstiges Rechenzentrum

Ich weiß, ich habe in letzter Zeit schon viel zu viel über IT-Dinge geschrieben. Es wird demnächst auch wieder ein paar Dinge aus meinem Alltag geben. Aber diese eine Sache wollte ich noch loswerden, bevor sie hier auf meiner Platte versauert:

Wie ich erfahren habe, ist die Bundes-IT der Piratenpartei gerade dabei, spenden für ein eigenes Rechenzentrum zu sammeln. Die Konzepte, die bisher zur Debatte stehen, finde ich jedoch mehr als befremdlich. Deshalb habe ich mich vor Kurzem mal dran gesetzt und ein eigenes, kleines Konzept aufgestellt. Ich weiß, es ist nicht viel, aber zumindest ließe es sich problemlos mit den angestrebten 10.000€ Spenden realisieren.

Rechenzentrum: Idee

Die Struktur ist schnell erklärt: Es gibt einen zentralen Loadbalancer-Cluster, einen Datenbank-Cluster, einen Applikationsserver-Cluster und einen Backup-Storage. Die Loadbalancer sind redundant ausgelegt, wobei der passive Loadbalancer erst dann einspringt, wenn der aktive Balancer ausfallen sollte. Da die Loadbalancer für den Zugriff auf die Server essentiell sind, wäre ein totaler Ausfall an dieser Stelle tödlich!
Die Datenbankserver arbeiten ebenfalls asynchron (ein aktiver Server und ein passiver Failover-Server). Wie man eventuell am Replikationsschema erkennen kann, habe ich hier erst einmal primär an MySQL-Datenbanken gedacht. Warum?! Weil ich mich mit den Replikationsmöglichkeiten von MySQL auskenne. 😉
Im Gegensatz laufen die Applikationsserver synchron - das bedeutet, dass beide Server parallel Anfragen bearbeiten können. Damit können höhere Lasten abgefangen werden. Die Idee war, DRBD zu verwenden, um die Datenstände der Platten synchron zu halten. Der Zugriff der Anwendungen auf die Datenbanken müsste in diesem Design über die zentralen Loadbalancer erfolgen. Man könnte jedem Cluster seine eigenen Loadbalancer zur Verfügung stellen, aber entweder bedeutet das höhere Hardwarekosten oder aber Performanceverlust bei den aktiven Komponenten der Applikations- und Datenbankcluster, wenn diese sich selber um das Balancing kümmern müssen.
Zum Abschluss gibt es dann noch einen ordentlichen Backup-Store, um in regelmäßigen Abständen Datensicherungen durchführen zu können. Die Daten, die im Backup enthalten sein sollten, sind sowohl die Applikationsdaten, als auch die Datenbanken.

Was haltet ihr von dem Design? Würdet ihr jedem Cluster seinen eigenen Loadbalancer geben? Würdet ihr eventuell ein komplett anderes Design wählen? Wenn ja, warum und welches? Fragen über Fragen. 😀
Computerisierte Grüße, Kenny

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