Speedlight – Die Ampel der Bestrafung

Nachdem ich letztens schon wieder geblitzt wurde und ja schonmal die Idee für eine Ampelanlage veröffentlicht hatte, wollte ich euch mal wieder mit einer Idee quälen. Dieses Mal habe ich mir überlegt, wie man Autofahrer vom Rasen abhalten könnte und dabei herausgekommen ist das Konzept der "Speedlight".

Soweit mir bekannt ist, verfügt jede Ampel über eine Schaltanlage, die sich meist in einem Verteilerkasten am Straßenrand befindet. Dort könnte also auch theoretisch die Elektronik für die Speedlight untergebracht werden - wie genau, das überlasse ich an dieser Stelle mal lieber den Ingenieuren.

Die Speedlight basiert darauf, dass den beiden Straßen einer Kreuzung jeweils ein bestimmtes Zeitfenster gegeben wird, in denen für sie die Ampel grün geschaltet ist. So ist es bisher auch - vielbefahrene Hauptstraßen haben meist längere Grünphasen als die weniger befahrenen Nebenstraßen. Damit die Speedlight ordentlich funktioniert, müssten vor jeder Ampel Geschwindigkeitsmesser eingebaut werden - soetwas lässt sich wahrscheinlich am einfachsten mit Induktionsschleifen realisieren.
Was nun gemacht wird: Die Geschwindigkeit aller Autos, die zur Ampel fahren, wird gemessen und auf eine Geschwindigkeitsüberschreitung hin überprüft. Wurde eine Überschreitung festgestellt, wird die Grünzeit der entsprechenden Fahrtrichtung verringert. Sinn ist es, dass Raser vor einer roten Ampel stehen bleiben müssen, wenn sie dort ankommen. 🙂

Oh, natürlich werden auch die Leute bestraft, die nicht zu schnell gefahren sind. Aber ich denke mal, dass eine gemeinschaftliche Verkehrserziehung im Sinne aller Verkehrsteilnehmer sein dürfte.
Das einzige zu lösende Problem wären die Geschwindigkeitsüberschreitungen von Fahrzeugen mit Blaulicht. Meine Idee hier wäre eine Art Transponder in die Fahrzeuge einzubauen, die bei eingeschaltetem Blaulicht ein Signal an die Ampel senden, mit dem die Verringerung der Grünzeit unterbunden wird. Ansonsten würden Blaulichtfahrzeuge jedes Mal für eine rote Welle sorgen. 😉

Soderle, das war's mal wieder mit einer meiner verrückten Ideen für den Straßenverkehr der Zukunft. :-p
Rote Grüße, Kenny

15 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich bin eher für Grüne Welle, die das Einhalten der Standardgeschwindigkeit (50,6 0 oder 70 je nach Art der Verkehrsachse) belohnt. Also Belohnung des richtigen Verhaltens anstatt der Bestrafung des falschen Verhaltens.

    • Grüne Wellen sind aber äußerst schwierig einzurichten - außerdem führt jede negative Beeinflussung (jemand will abbiegen, jemand kennt sich nicht aus, jemand parkt in zweiter Reihe) dazu, man die grüne Welle verlassen muss.

  2. Ich glaube das Ganze könnte auch einen gegenteiligen Effekt bekommen. Ich fahre mit Normalgeschwindigkeit / überhöhter Geschwindigkeit auf eine Ampel zu, die auf gelb schaltet, da ich mich in einer 50 / 70 Zone i.d.R. befinde weiß ich wie lang ich ca. Zeit habe bis die Ampel auf Rot schaltet. Ich beschleunige um noch drüber zu kommen.

    Anderer Ansatz ohne viel Technik aber mit viel Umbau. Mehr Kreisverkehre würden auch der "Raserei" entgegen wirken und zusätzlich auch Ampel-Staus vermindern. Man muss in jedem Fall vor einem Kreisverkehr abbremsen 😉

    • Die Länge der Gelbphase kennst du aber nur, solange du in einem einzigen Gebiet unterwegs ist. Wer schonmal für längere Zeit in Mannhein Auto gefahren ist, wird sich wundern, wie kurz die Gelbphasen in Berlin sind. Der Einsatz von Kreisverkehren wiederum hat imho seine natürlichen Grenzen. Wer schon mal bei dichtem Verkehr an der Goldelse vorbei musste, wird wissen, wo diese Grenzen liegen. Ein permanentes Herzinfarktrisiko ist dem sicheren Straßenverkehr sicherlich nicht zuträglich. 😀

  3. Hallo Kenny,

    also die Idee ist jetzt nicht so wirklich neu. Bei mir in der Ecke gab es mal ne Ampelanlage, die in etwa so funktionierte. Wenn man zu schnell auf diese zugefahren ist, hat sie automatisch auf Rot umgeschaltet. War an sich nicht all zu dumm, da durchaus effektiv.

    In Zeiten knapper Kassen hat man nun allerdings die Ampel abgebaut und dann doch lieber ne Radarfalle hingestellt. 😉

    Grüßle
    Larry

    • Wirklich? Das ist ja cool 🙂 ! Habe so eine Ampelanlage hier bisher nirgendwo gesehen. Vielleicht kommt das ja noch. ^_^

  4. Oh, natürlich werden auch die Leute überwacht, die bisher nicht aufgefallen sind. Aber ich denke mal, dass eine Verbesserung der inneren Sicherheit im Sinne aller Bundesbürger sein dürfte. - Bist du es wirklich?

    • Wer redet denn hier von Überwachung? Es werden keinerlei personenbezogene Daten ermittelt oder gar gespeichert. Oder kannst du neuerdings per Induktionsschleife irgendwas auslesen?

      • Mir ging es eher darum mal zu zeigen, dass der Satzbau, mit dem Leute das für sie Nebensächliche abtun, immer der gleiche ist. Die Tatsache, dass durch das SpeedLight alle bestraft werden würden, ist in meinen Augen das K.O. Argument schlechthin und es würde mich wundern, wenn dir das nicht bewusst wäre. Trotzdem stellst du es zur Diskussion und verwirfst eigene Bedenken (vermutlich, weil die halbgare Idee immerhin mehr Echo bringt als gar keine Idee), indem du sie in einer niedlichen kleinen Floskel verpackst. Nene, so einfach ist das nicht. Mal ganz abgesehen vom volkswirtschaftlichen Schaden, den eine strikte Einhaltung der Tempo-Limits (oder eben verlängerte Standzeiten) verursachen würden...

        • Also erst einmal ist es eine reine Idee, kein ausgearbeitetes Konzept. Ich denke sowieso nicht, dass irgendjemand die Resourcen aufbringen wird, die Speedlight in irgendeiner Form zu realisieren.

          Ich habe ehrlich gesagt nichts Nebensächliches durch irgendeinen Satzbau o.Ä. abgetan. Bei der gemeinschaftlichen Bestrafung/Verkehrserziehung habe ich ehrlich gesagt an die Armee gedacht: Ich war nämlich gerade auf dem Weg zur Arbeit. Bei der Ausbildung läuft es ja genau so ab - einer macht einen Fehler und alle werden bestraft. Das ganze hat dann einen gesamterzieherischen Einfluss. Die Masse hilft dem Einzelnen, damit die Masse einen Vorteil erfährt. Das würde ich ja fast schon als "sozial" definieren.

          Volkswirtschaftlicher Schaden durch Einhaltung des Tempo-Limits? Du willst mir doch jetzt nicht wirklich sagen, dass wir durch Übertretung der Geschwindigkeitsbeschränkung etwas Gutes zum Bruttoinlandsprodukt beisteuern, oder?
          Stell' dir mal vor, man könnte durch die strikte Einhaltung überhaupt erst dauerhaft Grüne Wellen auch in stark befahrenen Innenstädten schalten. Die Leute würden so viel Kraftstoff und Zeit sparen. Bisher läuft es doch so, dass so viele Rotphasen wie möglich eingebaut werden, um die Fahrzeugmassen in kleine Stücke einzuteilen, damit die Autos nicht die Straßen verstopfen.

        • hmm, das sind ja tolle Argumente. Volkswirtschaftlicher Schaden? Also sind 30er-Zonen der Grund für Staatsschulden? Ohjeminie!

          Diese beschriebene Ampel bestraft nur zu schnell fahrende! Wer normal fahrt, hat ja wieder grün, bis er zur Ampel kommt! Logisch?

  5. Das mit dem Transponder funktioniert in Großstädten bereits. Z.B. hat ein Krankenwagen einen Sender an Bord, mit dem alle angefahrenen Ampeln auf Grün geschaltet werden.

  6. Hey,
    also wir haben auch eine Ampel in der Straße, die bei Schul-Hin/Zurück-Wegen immer rot ist und nur grün wird, wenn man entsprechend 30 fährt 🙂

    Grüße

  7. Eine Grüne Welle ist überhaupt nicht so einfach zu realisieren, wie man sich das vorstellt. Hier in Berlin wird sie - wenn überhaupt - nur an Wochenenden geschaltet, an denen nur wenig Verkehr herrscht.

    Man könnte ja auch beides kombinieren 😀 !

  8. Viel einfacher und effektiver: Grüne Welle.
    Hier in der Umgebung gibt es extrem viele Ampeln die so geschaltet sind, dass bei einer bestimmten Geschwindigkeit es eine "grüne Welle" gibt. Auf die Geschwindigkeit wird dann auch am Straßenrand mit Schildern hingewiesen.
    Fährt man genau 50 (oder eben die angegebene Geschwindigkeit) ist alles super.
    Fährt man schneller wird man regelmäßig gezwungen stehen zu bleiben 😉

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