Urlaub mit Anstrengungen

Am Sonntag ist die erste Woche meines dreiwöchigen Urlaubs zu Ende gegangen - sie war anstrengender als gedacht. Trotz subtropischer Hitze haben Sascha und ich versucht, wenigstens ein paar Sehenswürdigkeiten von Heidelberg und Mannheim abzugrasen. Natürlich haben wir uns auch entsprechende Touristen-Souvenirs besorgt! 😀

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Alles begann mit der Hinfahrt letzte Woche Montag. Die Nachrichten von den ausgefallenen Klimaanlagen in den ICEs waren noch taufrisch - dementsprechend mulmig war das Gefühl, als wir ins unseren Waggon stiegen. In unserem 6er-Abteil funktionierte die Klimaanlage zum Glück, einen Waggon weiter sah es jedoch ganz anders aus. Die Leute, die dort ihren Sitzplatz gebucht hatten, verließen fluchtartig den Wagen, als ihnen mitgeteilt wurde, dass dort der Strom ausgefallen sei. Sascha und ich kamen jedenfalls gut klimatisiert nach 5 Stunden Fahrt in Mannheim an.

Nachdem wir unsere Koffer im Hotel untergebracht hatten, war die erste Amtshandlung: Notebook kaufen! Nein, das ist kein Scherz 😉 . Eigentlich hatte ich mir gedacht, dass ich während der einen Woche keinen Computer brauchen würde - ein schwerer Fehler! Noch während der Zugfahrt landeten Mails mit Werbeaufträgen in meinem Postfach, die natürlich bearbeitet werden wollten. Also ab in den nächsten Saturn und das günstigste Notebook geschnappt: ein Asus EEE R101 Netbook.

Asus EEE R101

Obwohl es die gleiche Ausstattung hatte, wie die anderen Netbooks im Laden, war es mit 299€ im Schnitt 100-200 Euro günstiger als alle anderen Geräte. Im Hotel ging es dann relativ zügig: 24-Stunden-WLAN-Voucher von GANAG gekauft, eine halbe Stunde lang gekämpft, um in Windows 7 ein WLAN einzurichten, nochmal eine Stunde kämpfen, um herauszufinden, dass die bescheuerte, bereits installierte Firewall Müll ist und schon konnte ich meine Arbeit verrichten. Die restlichen Tage habe ich auch WLAN-Voucher gekauft, aber eher, damit Sascha seine Onlinespiele weiterpflegen konnte. 😉
In den nächsten Tagen werde ich dem Asus-PC wahrscheinlich erstmal ein hübsches Windows XP verpassen. Der kurze Ausflug mit Windows 7 hat mir gezeigt, dass ich die nächsten paar Jahre noch nicht auf ein "neues, besseres" Betriebssystem umsteigen muss.

Den Montag Abend verbrachten Sascha und ich mit der Mannheimer Piratenpartei bei einem feuchtfröhlichen Treffen mit Pizzas, Politik und "Cocktails". Das Restaurant "Leib und Seele" kann ich persönlich nicht empfehlen - schon nach den ersten 3 Cocktails waren keine Zutaten mehr für bekannte Drinks übrig. Daraufhin hat der Barkeeper sich dann an Eigenkreationen aus den Resten versucht - mit minderem Erfolg. Ihre Frage am Tisch war dann immer nurnoch "Wer hatte noch einen Cocktail bestellt?"

Die nächsten Tage verliefen relativ gleich: Wir waren in Mannheim shoppen, wir waren in Heidelberg shoppen, wir haben in diese Läden geguckt, wir haben dort etwas gekauft. Ich glaube, Sascha sein Koffer war auf der Rückfahrt etwa doppelt so schwer wie auf der Hinfahrt. Achja! Und wir haben gut gegessen 😀 ! Auf den Preis haben wir zur Abwechslung mal nicht geguckt - muss im Urlaub ja auch nicht unbedingt sein 😉 .

Spannend wurde es am Donnerstag wieder. Wir waren Samstags zum Geburtstag einer Studienkommilitonin eingeladen und wir hatten die Idee, sie vorher schon mal in einer Bar zu treffen. Und was war, als Sascha und ich in der Bar ankamen? An einem Doppeltisch saßen etwa 10 meiner damaligen Studienkollegen 😀 ! Man kann sich gar nicht vorstellen, was das für ein riesiger Zufall war: Immerhin wurden meine Kommilitonen nach dem Studium im halben Land verteilt.
Natürlich haben wir uns erstmal darüber ausgetauscht, was die Leute jetzt so machen und wie die Arbeitsbedingungen sind. So stellte sich heraus, dass ein Kommilitone nun seinen Zivildienst nachholen muss, während ein anderer effektiv etwa 60h in der Woche arbeitet - ohne Fahrzeiten wohlgemerkt. Ich selber bin bei den Gesprächen jedenfalls zur Überzeugung gekommen, dass es die richtige Entscheidung für mich ist, mich nach einem festen Arbeitsplatz ohne unendliche lange Reisezeiten umzusehen.

Am Samstag wurde es dann noch einmal spannend - nicht nur, dass wir endlich zum Geburtstag gehen konnten. Nein, wir mussten uns auch noch ein Geschenk überlegen! Zuerst stachen uns wirklich lustige Eierbecher ins Auge, die nur noch von einer stilvollen, italienischen, manuellen Espressomaschine überboten wurden. Da ein nützliches Geschenk allein immer recht trist wirkt, haben wir dem Geburtstagskind zudem eine riesengroße, gemeine Geburtstagskarte geschenkt - so hielten sich nützlich und nutzlos die Waage.
Die Feier war ziemlich lustig und auch dort trafen Sascha und ich noch einmal alte Bekannte aus dem Studium. Gegen halb eins war die Party für uns beide allerdings schon wieder vorbei - in 12 Stunden ging nämlich schon unser Zug.

Als wir gegen 2 Uhr einschliefen, ahnten wir noch nicht, was uns am nächsten Morgen erwarten würde. Über Nacht wurde die gesamte Straße vor unserem Hotel mit Spielbuden vollgebaut - in Mannheim sollte nämlich ein großes Sportfest stattfinden. Dieses Fest sorgte nun dafür, dass Taxis unser Hotel nicht mehr erreichen konnten - auch der Bus vor der Tür fuhr nicht mehr. Das hieß für uns, dass wir unser gesamtes Gepäck zu Fuß zum Hauptbahnhof schleppen durften. Tolle Wurst! Und das bei brütender Mittagshitze *schwitz*. Wenigstens war auch unser 6er-Abteil im Heimreise-ICE voll klimatisiert. 😉

Die Bilanz dieser einen Woche ist ein neues Notebook, eine Menge neuer Klamotten - besonders für Sascha - und ein starker Reizhusten, der wahrscheinlich durch den ständigen Wechsel zwischen runtergekühlten Läden und extrem heißen Außentemperaturen entstanden ist. Den versuche ich nun in dieser Woche auszukurieren 😀 .
Sommerliche Krankengrüße, Kenny

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