Whitney Houston: Ein Mythos

Ja, sie war wirklich mal eine ziemlich gute Sängerin - Whitney Houston. Ihre Stimme hat weltweit für Entzücken und Gänsehaut gesorgt. An diesen Erfolg versucht sie nun nach mehreren Jahren Pause und ihrer überwundenen Drogensucht anzuknüpfen. Am Mittwoch hat sie ihr erstes Deutschland-Konzert gegeben: In der o2-Arena in Berlin - und ich war dabei!

Whitney Houston Eintrittskarten

Leider ist von der einzigen Künstlerin nicht mehr viel übrig: Sie ist aufgedunsen, sie hat überhaupt keine Ausdauer mehr und ihre Stimme ist inzwischen auch nurnoch zum davonlaufen. Sie trifft die Töne nicht mehr, ihre Stimme kratzt und knirscht an allen Ecken und Enden. Oft versagt die Stimme vollständig und sie muss noch einmal ansetzen, um überhaupt einen Ton herauszupressen. Von dem ganzen Husten nebenbei will ich garnicht erst anfangen.

Ich weiß nicht, was mich mehr enttäuscht hat - das kraftlose Herumtorkeln auf der Bühne; die dauernden Unterbrechungen durch Smalltalk und Trinken; oder aber diese Qual für die Ohren. Man hat gemerkt, dass sie es versucht hat. Immer wieder wollte sie die hohen Töne ansteuern und immer wieder hat ihre kaputte Stimme die Oberhand behalten. Zeitweise ist sie einfach nur herumgeirrt, hat gezuckt wie eine Ente und ist in Sprechgesang übergegangen, um wenigstens irgendeinen Laut von sich zu geben.

Ja, es ist harte Kritik, die ich hier äußere. Aber ganz ehrlich: Wieso tut sie sich das ganze an? Ihre Fans macht sie mit dieser mehr als grotesken Darbietung jedenfalls nicht glücklich - sondern sie zieht ihnen einfach nur das Geld aus der Tasche und liefert im Gegenzug musikalischen Schrott, verpackt in ihrem berühmten Namen, ab.

Dann soll sie sich lieber zur Ruhe setzen; neue Künstler fördern, die in ihre Fußstapfen treten können und in Würde altern. Aber ganz ehrlich: Wenn sie auf ihrer CD so singt, wie beim Konzert, wird sie niemand kaufen. Und falls der Gesang auf der CD so ist wie früher, sollte man sich fragen, ob es wirklich ihre Stimme ist.

Und da ändert es auch nichts, dass sie beim Konzert mehrfach die Themen "echte Fans" und "Vergebung" angesprochen hat.
Enttäuschte Grüße, Kenny

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Whitney Houston starb mit 48 Jahren

    • Na ob Playback da nicht vielleicht besser gewesen wäre. 😉
      Habe ich schon gesehen 🙂 ! Hat bisher schon einigen Traffic produziert. ^_^

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