Apple statt Android: Warum? Darum!

Lange Zeit hatte ich überlegt: Nehme ich ein Android-Smartphone? Nehme ich ein iPhone? Behalte ich mein einfaches Feature-Phone? Seit gut einem Jahr überlege ich schon. Und nun habe ich eine Entscheidung getroffen und mich für ein iPhone 4S entschieden. Viele haben die Nase gerümpft - tlw. sogar zurecht: Schließlich besitze ich bereits Android-Geräte. Wieso also mittendrin die Plattform wechseln? Genau dieses Thema wollte ich mal ein bisschen beleuchten.

Die bisherigen Android-Geräte sind zwei Tablets (von denen ich eins täglich nutze) und ein Android-Netbook. Vor allem mit dem täglich genutzten Galaxy Tab bin ich sehr zufrieden. Dank dem 7" Formfaktor habe ich es täglich dabei und kann unterwegs wunderbar damit arbeiten - Berichte lesen, Informationen recherchieren, kleinere Texte verfassen. Das, wofür es halt gedacht ist. Aber es hat einen großen Nachteil: Es ist ein Android-Gerät. Oder anders ausgedrückt: Das Betriebssystem ist längst out-of-date. Es läuft dort immernoch Android 2.2, obwohl es seit ewigen Zeiten Android 2.3 gibt und Android 4.0 bereits vor der Tür steht.
Ich möchte jetzt ungern die Diskussion aufgreifen, ob Endnutzer wirklich daran interessiert sind, das neuste Betriebssystem für ihr Handy zu haben. Ich will einfach nur sagen, dass es mir wichtig ist, nicht mit einer OS-Version unterwegs zu sein, die bekannte Sicherheitslücken hat. Mir ist es wichtig, dass ich - zumindest in der Garantiephase - mit Updates versorgt werde. Genau das kann mir bei Android-Geräten jedoch niemand garantieren. Bei einem Tablet, das primär zum Lesen von Texten da ist, mag man das noch akzeptieren. Bei einem Handy, in dem sämtliche Kontakte und andere wichtige Informationen wie Notizen und dergleichen gespeichert sind, sieht das jedoch anders aus.

Vor kurzem bin ich auf eine ziemlich interessante Übersicht gestoßen, die genau dieses Problem näher beleuchtet. Dort wird die Versorgung von iPhone-Geräten mit Updates und die Versorgung von Android-Geräten mit Updates verglichen. Der klare Sieger dort sind die iPhones.
Der Spitzenreiter unter den Android-Geräten ist das "Google Phone" HTC Nexus One. Dieses ist noch keine zwei Jahre auf dem Markt, wird immernoch verkauft und wird trotzdem kein Update auf das noch dieses Jahr erscheinende Android 4.0 erhalten.

Ich finde jedoch vor allem die Updatequalität bei den normal verkauften Android-Geräten einfach nur erschreckend. Dort werden großteilig veraltete Betriebssystemversionen ausgeliefert und nach einer Weile auf eine (dann schon wieder veraltete) Version upgedatet. Für ein Gerät, das im Alltag (für mich) inzwischen fast unverzichtbar geworden ist, möchte ich aber die Sicherheit haben, dass es 1.) zuverlässig und 2.) auf dem aktuellen Stand ist.

Auf Spielchen wie eine alternative Firmware möchte ich mich inmitten der Garantiezeit nur ungern einlassen. Dafür ist mir das investierte Geld dann doch ein wenig zu schade.
Apfelige Grüße, Kenny

11 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo, sehr interessanter Post. Ich beschäftige mich mit dem selben Themengebiet und warte gespannt auf weitere Artikel zu dem Thema.

  2. Der Updateaspekt ist tatsächlich interessant, wenn auch nur vordergründig.
    Eine frische OS Version ist doch nur für die Leute "interessant" (sinnvoll wäre sie für alle -> Sicherheit), die davon Ahnung haben. Und diese Leute greifen i.d.R. sehr schnell zu CustomROMs. Dass die Garantie durch Aufspielen eines ROMs erlischt, ist zwar tragisch, das gleiche passiert aber auch bei einem Jailbreak bei Apple.
    Da beide OS ohne ein Root/Jailbreak arg kastriert sind, ist es für einen Techniker nahezu unumgänglich selbiges durchzuführen (etwa wegen Apps wie LBE Privacy Guard, ProxyDroid, Titanium Backup, OpenVPN, etc im Androidbereich und schon allein wegen Cydia bei iOS).
    Ohne dieses Freischaltung sind Smartphones nämlich leider nicht viel mehr als normale Handys mit mehr und lustigeren Spielen, da nahezu alle "mächtigen" Programme in den ohne JB/Root gesperrten Systembereich des OS eingreifen müssen.

    Unter deinen Gesichtspunkten und mit deinen Argumenten wäre der Kauf eines "Standardhandys" wohl die beste Wahl gewesen. 😛

    PS: Dass iTunes meiner Erinnerung nach einer der größten Angriffspunkte auf modernen PCs ist (ich glaube auf Platz 5 oder 6, gleich nach Flash, Java, Adobe Reader, IE o.ä), lasse ich mal außen vor. 😉

    • CustomROMs sind so ein Thema. Ich habe z.B. eine Galaxy Tab zuhause - mit Android 2.2. Natürlich würde ich gerne ein CustomROM einsetzen, um einen aktuellen Firmware-Stand zu erreichen... nur leider gibt es anscheinend kein CustomROM, bei dem sämtliche Funktionen 100%ig funktionieren. Ich habe hier also garkeinen Anreiz, zu wechseln, sondern nur Verdruss, weil ich auf einer alten Version festhänge.

  3. Also für mich war es auch klar lieber apple. Aber für mich persönlich waren 2 sachen wichtig und zwar das Apple die Apps vorher testet und google nicht.. und das für android bereits über 1000 viren bekannt sind und für apple keiner xD

    • Nunja, das mit den Viren ist so nicht korrekt. Es gibt Malware, ja. Aber diese ist nur so gut wie der Nutzer dumm ist. Jede Anwendung muss sich seine Rechte bei der Installation bestätigen lassen (anders als bei iOS). Ein Nutzer erkennt also, was eine Anwendung alles machen können wird. Wenn es dann die SMS-Senden-Rechte benutzt, um ungefragt teure Premium-SMSen zu versenden, ist das doof, aber eben noch lange kein Virus.

      Mich nervt es übrigens schon lange, dass Android nicht vorsieht, dass man einer App einzelne Rechte entziehen kann. Mit gerooteten Geräten kann man das zwar machen - aber wenn Anwendungen es nicht vertragen, dann stürzen sie halt ab. Hier wäre es besser gewesen, von vorneherein die Recht-entziehen-Funktion mit einzuplanen.

  4. Ich habe auch über alte BS Versionen geärgert und mein Samsung Galaxy mit einem Custom Rom versorgt. Die Moral von der Geschicht war, dass das Telefon immer langsamer wurde und bald nicht mehr zu gebrauchen war. Jetzt bin ich wieder zurück auf die letzte Android Version von Samsung und das Telefon läuft wie eine eins, auch wenn die Version 1.6 vielleicht ein "wenig" veraltet ist. Mit dem Sicherheitsaspekt hast du natürlich recht, aber die ganzen Promis, deren Handys gehackt und Fotos geklaut wurde, hatten alle ein iPhone 😉

  5. Ich habe mir kürzlich ein Samsung E1080w zugelegt. Hat alles, was ich brauche, ist klein und superleicht und irgendwelche Luxus-Probleme habe ich damit auch nicht 😉

  6. Interessanter Aspekt, daran hab ich noch gar nicht gedacht. Für mich ein Grund mehr darauf zu achten, dass ich das Handy auch selber flashen kann, und dass ein quelloffenens, aktiv entwickeltes OS auf dem Handy läuft.

    Eigentlich traurig, dass man, wenn man auf seine Sicherheit bedacht ist, die Wahl hat zwischen dem goldenen Apple-Käfig und ner ARM-Toolchain (sowie ggf. nem SPI-/JTAG-Interface)... :/

  7. Ich finde es immer gut Geräte mit unterschiedlichen OS zu haben. Ich habe ein Android Phone und ein Ipad und finde diese Kombination klasse. So kann man alle Apps nutzen und ärgert sich nicht darüber, dass es App X nur für ein bestimmtes Betriebssystem gibt.

  8. Und als Gegenleistung für die zügigen Updates schreibt Apple eben mal deine Geodaten mit 😉 Na gut nicht mehr, aber dafür ist man dann doch sehr eingeschränkt was das kopieren von Files auf die mobilen Geräte geht. Außerdem bin ich ja ein totaler Verfechter von Software die extra auf einen PC aufgespielt werden muss um ein Device daran anzuschließen, sowie iTunes nötig ist. Pfui!
    Wenn man dann das iPhone knackt kann man wenigstens seine eigene SW aufspielen die man aber immer noch auf einem Mac entwickeln muss. Doppel Pfui!
    Für mich drückt das hier die Diskussion am besten aus:

    http://blog.streitenberger.net/wp-content/uploads/2010/11/iphone-vs-android.jpeg

    Naja aber man kann sich ja über alles streiten... Obwohl mir da langsam echt die Puste ausgeht 🙂

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