Umzugs(nicht)fortschritt

Kaum zu glauben, mein letzter Artikel ist schon wieder einen Monat her. Ich hatte mir nun schon zig mal vorgenommen, endlich wieder einen Artikel zu schreiben, aber derzeit ist soviel los, das ich einfach nicht dazu gekommen bin. Wie es der Titel andeutet, geht es wieder einmal um meinen Umzug, der immernoch nicht abgeschlossen ist.

Neue Fotos brauche ich eigentlich garnicht zeigen, denn es sieht immernoch fast alles genauso aus wie beim letzten Mal. Trotzdem ist inzwischen einiges passiert. Ich hatte nochmal die Maler im Haus, die die schlecht tapezierten Wände ausbessern sollten (dies aber wieder nicht zu meiner Zufriedenheit geschafft haben). Ich musste meine - zum Glück bei Amazon gekaufte - Geschirrspülmaschine wieder abholen lassen, da sie nach dem ersten Probelauf nicht mehr funktionierte. Ich habe (gestern) ein neues Koaxialkabel für die Zuleitung zum Kabelmodem gebastelt, da das alte für die angedachte Position des Modems viel zu kurz war. Und ich habe Möbel gekauft, von denen noch kein einziges Stück angekommen ist.

Ehrlich gesagt: Ich kann Möbelhäuser nicht mehr sehen! Keine Ahnung, wie oft ich im letzten Monat eines von innen gesehen habe. Ich habe es satt, instabil wirkende Schubfächer abzuklopfen (selbst dann, wenn die Schränke arschteuer sind), ich habe es satt, mich über billge Plastikgriffe an teuren Schränken aufzuregen. Ich habe es satt, wochen- und monatelang auf eine Lieferung zu warten, die dann nervtötend von Statten geht und ich habe es satt, dass ich immernoch keinen Stauraum habe, um meine Kartons auszuräumen.

Als ich mit dem Umzug anfing, war ich voller Euphorie - endlich mal sämtlichen Müll und Schnickschnack aussortieren, endlich mal alles neu organisieren und verbessern. Aber inzwischen bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich einfach nur noch möchte, dass alles weggeräumt werden kann und ich keine Kartons mehr sehen muss. Und dabei sind die für mich wichtigen Dinge - wie die Netzwerkverkabelung - noch nicht einmal in Angriff genommen worden.

Inzwischen ist es wirklich so, dass ich morgens zur Arbeit fahre, Abends in der Wohnung ankomme, hier und dort noch ein paar Kleinigkeiten mache und dann erschöpft ins Bett gehe, nur um morgens wieder zur Arbeit zu fahren. Ich sehe mich nach dem Tag, an dem alles fertig ist, ich mich auf meine Couch setze nicht mehr umhergucke und an jeder Ecke Arbeit sehe.

Aber eines habe ich gelernt: Egal, wie hässlich und billig sie sein mögen - Deckenlampen, die man per Lichtschalter bedienen kann, bringen erst halbwegs echte Wohnlichkeit in die eigenen vier Wände. Beim nächsten Umzug werden sie das erste sein, was ich anbringe.
Erschöpfte Grüße, Kenny