Wieder Probleme mit Hetzner…

Man ey, langsam geht mir dieses Unternehmen echt auf die Nerven! Nachdem ich schonmal große Probleme mit diesem Anbieter hatte und ich damals auch schon meinem Frust Luft machen musste, geht das ganze jetzt in die zweite Runde...

Wie ihr euch erinnern könnte, hatte ich euch vor ein paar Tagen gezeigt, wie man automatisiert alle Domains bei Hetzner backupen kann. Dabei hatte ich folgendes geschrieben:

Solltet ihr Addon-Domains auf euren Account aufgeschaltet haben, ist es wichtig, dass für alle Accounts dieser Addon-Domains der Shell-Zugriff freigeschaltet worden ist. Sollte dies nicht der Fall sein, könnt ihr unter Windows die E-Mails der Domains NICHT sichern!

Und genau das wird mir gerade zum Problem! Beim Erstellen des Scriptes war mir aufgefallen, dass ein paar meiner Addon Domains keinen Shell-Zugriff hatten. Also hatte ich den Support angeschrieben und den gebeten, die entsprechenden Accounts dafür freizuschalten - das ganze geschah ohne Probleme.
Gestern habe ich nun den Umzug meiner letzten Domain zu Hetzner initiiert und natürlich gleichzeitig den Support angeschrieben, dass sie doch bitte auch den letzten Account freischalten mögen. Antwort: Nö, machen wir nicht, Addon Domains haben garkeine eigenen Daten.

Waaas?! Das ist doch nicht deren Ernst! Dort beim Support angerufen und natürlich genau den Mitarbeiter an die Strippe gekriegt, der mir das geschrieben hat. Ihm erklärt, dass ich das für's Backupen der Mails brauche, dass bei meinem anderen Ticket die Freischaltung auch erfolgte, und so weiter. Antwort: Wird nicht freigeschaltet, ist interne Anweisung. Wir können ja den Ordner für Sie TARen. Warum der andere das anders gemacht hat, weiß ich nicht.

Super Antwort! Danke! Habe jetzt an Hetzner geschrieben und um Klärung des Problems gebeten - kann schließlich nicht sein, dass es mal so und mal so gemacht wird. Ich bin jedenfalls gerade tierisch sauer auf diesen Saftladen. Den Großteil der Zeit sind die Leute vom Support dort super nett und hilfsbereit. Aber ab und zu gibt es solche Blutgrätschen zwischen die Beine, sodass man richtig schön auf die Fresse fliegt. Einfach nur zum kotzen...
Update:
Nachdem ich letztens eine ziemlich angesäuerte Mail an den Support von Hetzner geschickt hatte, habe ich nun eine erfreuliche Nachricht erhalten: Ausnahmsweise werde man mir den Shell-Zugriff freischalten. Das freut mich sehr - schließlich war das nun die letzte Mal, die zu Hetzner gewandert ist. Der Umzug ist damit abgeschlossen und das regelmäßige Backup kann wie geplant (und implementiert) durchgeführt werden.
Bebröckelte Grüße, Kenny

8 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Und was ist aus deinen Probleme geworden? Hoffentlich ist es nicht mehr ganz so schlimm und du bist einige der Probleme los geworden. Ich hab sowas in der Art schonmal beim CMS Typo 3 bei einem anderen Anbieter gehabt, und hatte damit auch nur Ärger. Gerade im Bereich typo 3 hosting war es für mich schwer einen passenden Hoster zu finden, der zudem auch noch recht günstig ist. Bin jedenfalls froh, jetzt so jemanden gefunden zu haben, und hoffe du hast auch keinen Ärger mehr.

  2. Das heißt bei Hetzner hat man auch auf die E-Mails (in welchem Format?) per SSH Zugriff? Das gibt's bei anderen Providern wie all-inkl zum Beispiel gar nicht (obwohl die SSH anbieten. Aber nur auf die Dateien im Web-Verzeichnis).

    • Ja, so ist es. Man hat ein Home-Verzeichnis, in dem ein Ordner mit dem Namen "/usr/home/[$user]/users" befindet. Darin ist für jeden Mail-Account der entsprechenden Domain ein Ordner angelegt. Und in diesen Ordnern befinden sich die Mails in Form von Dateien. Soweit ich es verstanden habe, setzt Hetzner Dovecot ein.

      Und genau hier ist ja auch das Problem: Dovecot fügt an gelesen Mails (im Ordner "cur") eine Erweiterung an, die mit einem Doppelpunkt beginnt. Aufgrund des Doppelpunktes kann man diese Dateien auf keinem Windows-System sichern (denn dort sind Doppelpunkte im Namen verboten). Also muss man eine Alternative finden - und diese war bei mir, dass ich einfach den users-Ordner geTARt habe. Aber ohne Shell-Zugriff kann ich nicht TARen und ohne TARen kann ich die Mails nicht sichern.

  3. Meiner Meinung nach ist die Konsolidierung auf einen einzigen Hoster für ambitionierte Leute aus Europa etwas, dass man lassen sollte.

    Wenn du einen Server brauchst, bei dem du möglichst wenig Einschränkungen hast und um den du dich trotzdem nicht selbst kümmern willst, bist du bei einem US-Hoster wie zB Dreamhost VPS einfach besser dran.

    Und für Sachen, die wegen der Latenz über den Atlantik nicht in den USA gehostet sein dürfen, nimmt man dann halt einen Hoster aus Europa und akzeptiert die engen Grenzen dort. Alles andere ist nur frustrierend.

    • Nunja, ich denke, es hat auch Vorteile, alle Projekte beim gleichen Anbieter zu haben. Das Problem ist hier eher, dass ich davon ausgegangen bin, dass das Webhosting-Paket mit den gebotenen Features alles abdeckt, was ich benötige. Leider zeigt sich an allen Ecken und Enden, dass die Sachen auf eine Art und Weise implementiert sind, die eine reibungslose Nutzung nicht ohne Eigenarbeit zulassen.

    • Warum empfiehlst du amerikanische Hoster? Weil sie mehr Features haben? Oder der Support besser ist?

      • Im Allgemeinen findest du bei US-Hostern sicher öfter mal die Umsetzung des "All you can eat"-Prinzips als bei deutschen, österreichischen oder Schweizer Hostern. Bei deutschen Hostern ist es nicht ungewöhnlich, dass du etwa nur 5, 10 oder 20 MySQL-Datenbanken anlegen kannst. Solche Limits sind selbst bei "Business"-Shared-Hosting-Angeboten gang und gäbe.

        US-Hoster tendieren dazu, von allem "viel" zu geben oder ehrlicher betrachtet, zumindest keine willkürlichen Limits bei Features einzusetzen, die ohnehin keine Ressourcen verbrauchen (SSH-Zugriff zum Beispiel).

        Dass diese Grenzen natürlich in Wahrheit durch den Ressourcenverbrauch eines geteilten Hosts nicht bis zum Exzess nutzbar sind, versteht sich von selbst. Aber es ist zumindest kein Problem, mal eine Datenbank für die Probeinstallation eines neuen Blogs anzulegen oder noch eine Domain et cetera.

        Der Support bei US-Hostern ist mE nicht besser als der eines guten deutschen Hosters. Ich kenne zB aus frühere Zeit den Support von Webhost One und den von All-Inkl, und die waren beide absolut in Ordnung.

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