Arduino: Spaß mit Sensoren

Nachdem ich ganz am Anfang meiner Arduino-Reise mal ein paar lustige Experimente gemacht hatte, habe ich mich in letzter Zeit sehr auf mein ernstes Projekt konzentriert. Das habe ich heute mal ein wenig aufgelockert.

Im Zuge meines Besuches bei der AFRA Berlin hatten wir diskutiert, wie man die Anwesenheit von Personen in einem Raum ermitteln könnte. Hierbei sind wir einige theoretische Möglichkeiten durchgegangen. Eine davon wollte ich nun einmal gerne testen.

Die Idee war, mit einem Bewegungssensor zu ermitteln, ob jemand im Raum ist und mit einem Ultraschallsensor zu messen, wo er sich ungefähr befindet. Für die Bauteile bin ich bei Lipoly fündig geworden. Dort gibt es einen relativ günstigen PIR (Passive InfraRed) Motion Sensor und ein sehr günstiges Ultraschall Range Module.

Arduino-Alarmanlage und -Ultraschall-Theremin

Arduino-Alarmanlage und -Ultraschall-Theremin

Mit diesen Kleinigkeiten und einem Piezo-Element war ich in der Lage eine relativ simple Alarmanlage zu basteln. Diese prüft per Bewegungssensor, ob etwas in der Nähe ist und misst anschließend mit dem Ultraschallmesser, ob sich die Entfernung des Gegenstandes geändert hat. Falls ja, wird über das Piezo-Element ein Alarmton ausgegeben (hier findet ihr den Quelltext und hier ein kleines Video dazu).

Der ein oder andere wird sich evtl. noch an das Licht-Theremin erinnern. Dieses verwendete einen Photoresistor und ein Piezo-Element, um anhand der Helligkeit einen Ton wiederzugeben. Dieses konnte man mit der Hand steuern - je näher sie am Photoresistor war, umso dunkler wurde es und desto tiefer wurde der Ton. Wurde die Hand weggenommen, wurde es heller und der Ton somit höher. Hierfür benötigte man jedoch eines: Eine gute, möglichst gleichmäßige Lichtquelle von oben.
Dank des Ultraschallsensors können wir das Theremin nochmal implementieren, ohne Lichtquelle, als Ultraschall-Theremin. Dieses misst einfach die Entfernung zur Hand und rechnet diese Entfernung in die Tonhöhe des Piezo-Elementes um. Wer gut ist, kann damit sogar Musik machen. Ich bin jedenfalls nicht gut, wie man in dem dazugehörigen Video sehen kann (den Quelltext gibt es natürlich auch).

Was würdet ihr mit einem Bewegungsmelder und einem Untraschallmesser anstellen? Was wolltet ihr immer schon mal basteln? Nutzt ihr selbst den Arduino-Microcontroller?
Alarmierende Grüße, Kenny

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hi,
    das Projekt von dir finde ich echt Klasse....
    habe es versucht zu basteln hat leider nicht funktioniert.
    Weil ich leider nicht weiß wie du es zusammen gesteckt hast.... aus dem Video/Foto könnte ich auch leider nicht so gut erkennen.
    Würde mich freuen, wenn du mir da mal behilfreich sein würdest...:):)

    schöne Grüße Nico

    • Hi, das einfachste ist, sich den Quelltext anzusehen und diesen auf das Modul zu mappen, das man selbst hat, da unterschiedliche Bewegungs- und Entfernungsmesser unterschiedliche Pinbelegungen haben können. 🙂

  2. Ich hatte überlegt für meinen LED-Tisch eine Gestensteuerung einzubauen, sodass Hände und Gegenstände auf/über dem Tisch erkannt und das entsprechende Feld in der Matrix entsprechend der Nähe des Gegenstandes beleuchtet wird. Allerdings müsste ich dann für 8x8 Kästen einen Sensor einbauen was erstens teuer und zweitens wiederum recht fehleranfällig ist. Beim Basteln mit Arduino und co gibt's ja nicht nur die Softwarefehler die wir kennen, sondern auch das hardwareseitige Versagen was es schwer macht was umzusetzen. Ganz zu schweigen von den ästhetischen Ansprüchen! 🙂

    • Das mit dem hardwareseitigen Versagen ist in der Tat spannend. Das habe ich beim Theremin mitbekommen. Aus einem mir noch unbekannten Grund ist es möglich, dass sich das Gerät bei einer zu hohen Taktrate "verschluckt" und dann nicht mehr funktioniert. Aus diesem Grund musste ich extra Delays einbauen, um genug Zeit für potentielle Statuswechsel innerhalb der Hardware zu geben.

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