MacBook Air – Das Abenteuer geht weiter

Vor knapp drei Jahren habe ich den Schritt gewagt und bin von Windows XP zu Mac OS X migriert. Damals hatte ich mir ein gebrauchtes, vier Jahre altes MacBook White bei Ebay ersteigert. Letztes Jahr begann ich dann, mir zu überlegen, welches Notebook ich mir als nächstes holen sollte. Grund für die Überlegung war, dass mein MacBook White kein Update mehr auf Mountain Lion erhalten hatte. Trotzdem bekam es weiter Updates und auch jetzt nach dem Erscheinen von Mac OS X Mavericks erhalte ich noch Security Patches.

Unabhängig davon wurde mir vor kurzem ein gebrauchtes MacBook Air angeboten - zwei Jahre alt, elf Zoll klein, mit 8GB RAM und einer 128GB SSD zu einem echt guten Preis. Ich konnte nicht widerstehen, trotz der amerikanischen Tastatur. 😀

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MacBook Air

Ich bin mit den bisherigen Erfahrungen jedenfalls sehr zufrieden. Das Gerät ist dank des Aluminium-Gehäuses äußerst stabil und fühlt sich sehr hochwertig an. Die SSD gibt einem zudem das sichere Gefühl, dass man das Gerät auch einmal grober anfassen kann. Auf der hintergrundbeleuchteten Tastatur lässt sich sehr gut schreiben - die Finger fliegen nur so über die Tasten. So langsam gewöhne ich mich auch an die neue Position der Sondertasten. Alles in allem bin ich sehr froh, dass ich mich zu dem Kauf entschlossen habe. 🙂

Der ein oder andere hat mich gefragt, was ich an einem MacBook denn so toll finde, dass ich den wesentlich höheren Preis für gerechtfertigt halte. Vor drei Jahren, als ich mir mein erstes MacBook kaufte, ging es mir ja primär darum, es einfach mal auszuprobieren, da ich schon so viel Gutes gehört hatte. Dieses Mal hingegen war es eine Faktenentscheidung. Ich habe Mac OS X in den letzten Jahren als sehr zuverlässiges System wahrgenommen, das dank seines unixoiden Unterbaus viele Möglichkeiten und Tools bietet, die ich so von einem Linux oder Windows nicht erwarten kann.

Bei Windows fehlen mir die vielen kleinen Abkürzungen, die man über die Shell nutzen kann - etwas, das einem das Gefühl gibt, mehr Kontrolle über das System zu haben. Wenn man bei Windows die Kommandozeile bemüht, wird man an allen Ecken und Enden ausgebremst. Das letzte Mal, dass Microsoft-Systeme über die Kommandozeile bedient werden sollten, war zu DOS-Zeiten - und genau in diesem Entwicklungsstatus befindet sich die Windows-Shell auch heute noch. Alles, was über simples Programme-mit-einem-Parameter-aufrufen hinausgeht, ist dort eine echte Qual.

Bei Linux hingegen hat man zwar eine tolle Shell, es fehlt jedoch das funktionierende System darüber. Ich will mir einfach keine Gedanken darüber machen müssen, warum meine Soundkarte nicht funktioniert, warum mein Touchpad rumspinnt, warum das USB-Stick-Symbol auf dem Desktop nicht verschwindet oder warum die Grafik bei Spielen so ruckelt. (Das ist auch der Grund, warum ich Linux bisher ausschließlich für Server empfehlen würde - denn dort arbeitet man eh nur auf der Shell.)

Apple kann einem einfach eine ordentlich auf einander abgestimmte Hardware- und Software-Kombination bieten - mit dem besten aus den Gebieten Usability und Funktionsumfang. Ich könnte mir ein ähnliches Nutzererlebnis vorstellen, wenn z.B. Canonical mit einem Computerhersteller zusammenarbeiten würde, um ein direkt auf einander abgestimmtes Produkt auf den Markt zu bringen. Das wird jedoch so schnell nicht geschehen.

Natürlich wird das bisher genutzte MacBook White nun nicht einfach verstauben. Mit seinem 2,1GHz DualCore-Prozessor, seinen 4GB RAM und seiner 500GB HDD ist es einfach noch viel zu gut. Es wird daher mein neuer Testserver zuhause werden, auf dem neue Webprojekte testweise installiert werden. Dafür verwende ich bisher ein inzwischen 12 Jahre altes IBM Thinkpad T23, das mit seinem 1,2GHz SingleCore-Prozessor und seinem 1GB RAM einfach nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. 😀

Auf die nächsten spannenden Jahre im Appleversum. 🙂

Luftige Grüße, Kenny

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