30 Tage Ernährung mit Bertrand… Fazit

Nachdem die letzten Tage etwas stressig waren und ich nicht dazu kam, einen abschließenden Artikel zu schreiben, hole ich das an dieser Stelle mal nach. Hier nun also mein Fazit eines einmonatigen Bertrand-Selbstests...

Genügend Informationen, wie ich Bertrand und Trinkkost eingesetzt habe, habe ich bereits in den vorherigen Artikeln beschrieben. Deshalb würde ich mal durch meine Erwartungsliste gehen und den Realitätsabgleich machen.

Zuerst die im Vorfeld formulierten, positiven Punkte:

  • + gesündere und ausgewogenere Ernährung
    Das Gefühl, dass meine Ernährung mit den Pulvern ausgewogener ist, habe ich nach wie vor. Es fühlt sich gut an, zu wissen, dass man seinem Körper die wichtigsten Nährstoffe zuführt, ohne sich groß einen Kopf darum machen zu müssen.
  • + keine Gedanken darüber, ob/was ich essen kann
    In der Theorie mag das stimmen, aber nur, wenn man sich zu 100% von den Pulvern ernährt - was, ehrlich gesagt ziemlich schwierig und eintönig ist. Allerdings habe ich nicht mehr so ein schlechtes Gewissen, wenn ich mal was Süßes oder Fettiges esse, da ich einen gewissen Ausgleich durch die Pulver herstellen kann.
  • + kürzere Wocheneinkäufe (Wasser, Säfte, Haushaltsbedarf)
    Bei einem Single mag das durchaus zutreffen, in einem Mehrpersonenhaushalt hingegen hat man überhaupt keine Zeitersparnis beim Einkaufen.
  • + vereinfachte Essenszubereitung
    Die Zubereitung des Essens besteht zwar immer aus den gleichen Schritten, ist aber nicht zwingend vereinfacht. Der Shaker macht recht viel Arbeit beim Säubern und vor allem Trinkkost tendiert dazu, zu verklumpen, wodurch man sich an eine klumpfreie Schütteltechnik herantasten muss.
  • + bessere Gewichtskontrolle durch Portionsbeutel
    Auch das gilt eigentlich nur, wenn man sich ausschließlich vom Pulver ernährt und niemals irgendwas zusätzliches isst. Ansonsten ist es vorbei mit der problemlosen Gewichtskontrolle.
  • + mehr Freizeit, da nebenbei gegessen werden kann
    Mehr Freizeit würde ich nicht sagen, allerdings ist es durchaus angenehm, mal in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit zu frühstücken oder Abends auf dem Weg zu einer Veranstaltung noch schnell ein Abendessen zu sich nehmen zu können. Es ist also eher ein Bequemlichkeits- als ein Zeitgewinn.

Nun zu den im Vorfeld formulierten, negativen Punkten:

  • - merkwürdiger/unangenehmer Geschmack
    Unangenehm würde ich den Geschmack nicht nennen. Bertrand ist halt primär nussig, während ein mit viel Wasser gemischtes Trinkkost recht gut nach Erdbeere schmeckt. Mit zugehaltener Nase runterwürgen muss man also weder Bertrand noch Trinkkost.
  • - langweiliges/eintöniges Essen
    Hier gibt es definitive Zustimmung. Sich ausschließlich von Bertrand zu ernähren ist zwar möglich, aber nicht erstrebenswert. Sich ausschließlich von Trinkkost zu ernähren wäre zwar erstrebenswerter, jedoch ist es von der Nährstoffzusammensetzung her nicht darauf abgestimmt, als ausschließliche Nahrungszufuhr zu fungieren.
  • - Heißhunger auf anderes/richtiges Essen
    Auch hier hat sich die Vermutung bewahrheitet. Drei Mal am Tag den gleichen nussigen Brei zu trinken macht absolut keinen Spaß.
  • - eklige/schleimige Konsistenz
    Es ist nicht ganz so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber angenehm ist die Konsistenz trotzdem nicht. Ein mit viel Wasser vermengtes Trinkkost ist da angenehmer.
  • - Diskussionen mit Freunden/Kollegen/Partner
    Ich hatte tatsächlich jede Menge Gespräche über das Nährpulver mit der Familie, mit Bekannten und meinen Kollegen. Viele fanden das Thema interessant und haben sich gern erklären lassen, was es damit auf sich hat. Die wenigsten wollten es selbst mal probieren.
  • - schwierige Reinigung des Shakers durch getrocknete Pampe
    Der Shaker ist tatsächlich schwierig zu reinigen, aber nicht, weil die Pampe eintrocknet, sondern weil der Shaker schlecht designed ist.
  • - nervige Umstellung der Verdauung
    Ja, die Verdauung muss sich erst umstellen, aber danach ist das Pulveressen eigentlich kein Problem mehr. Sogar im Gegenteil.
  • - soziale Events verleiten zu normalem Essen
    Auch das trifft voll und ganz zu. Mit dem Partner zu Abend essen. Mit den Kollegen Mittag essen. Mit den Eltern am Wochenende Kaffee trinken. Das alles lässt sich schlecht mit einer reinen Pulverernährung kombinieren.

Abschließend noch ein paar Fragen, die mir in dem Monat begegnet sind:

  • Hast du durch das Pulver abgenommen?
    Nein, ich habe nicht abgenommen. Das war auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Ein Tagesbeutel der Pulver hat jeweils ca. 2200kcal. Um mit dem Pulver abzunehmen, müsste man schon die kalorienreduzierte Version von Bertrand zu sich nehmen. Die hat ca. 1800kcal pro Beutel.
  • Fühlst du dich anders als vorher?
    Ich hätte ja erwartet, dass ich mich irgendwie fitter oder schlaffer oder irgendwas fühle. Aber das ist nicht der Fall. Ich fühle mich eigentlich wie eh und je. Ich bin auch nicht plötzlich zur Sportskanone mutiert oder so etwas.
  • Ernährst du dich nun anders als vorher?
    Abgesehen vom Trinken des Pulvers ernähre ich mich eigentlich kaum anders. Wenn man allerdings morgens und mittags Pulver zu sich nimmt und dann abends einen Salat isst, bekommt man irgendwie das Gefühl, sich "nur noch" gesund zu ernähren. Das täuscht aber wahrscheinlich einfach nur.
  • Würdest du es anderen empfehlen?
    Man sollte es in meinen Augen einfach mal probiert haben. Vielleicht nicht gleich einen ganzen Monat lang, aber mal so eine Woche tut vielleicht ganz gut. Abgesehen davon kann ich jedem auch für die tägliche Ernährung Trinkkost empfehlen. Es ist lecker und gibt einem ein gutes Gefühl.
  • Wirst du es weiterhin nehmen?
    Eindeutig ja! Trinkkkost habe ich als Frühstück in meinen Alltag integriert. Das gibt mir ernährungstechnisch ein sehr gutes Gefühl. Ich lasse aber auch durchaus mal Mahlzeiten ausfallen. Bei Bertrand bin ich mir noch nicht so sicher. Ich kann es mir z.B. gut als Nahrung bei (Hacker-) Kongressen vorstellen, wo man ja sonst eher zu Restaurants und Imbissen greift. Nach einer Woche Kongress ist meine Verdauung jedenfalls typischerweise vollends hinüber. Das könnte mit Bertrand anders aussehen.

Das war es also, mein Experiment mit Vollnährpulver. Mir persönlich hat es einiges gebracht. Vielleicht fühlt sich ja der ein oder andere nun ermutigt, es auch einmal zu probieren. Die Erfahrung ist es in meinen Augen auf alle Fälle wert. 🙂

Pulverige Grüß, Kenny

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