Blogstöckchen: 7 geheime Dinge über mich
Hm, oha! Vorhin wurde mir ein Blogstöckchen von Hannes zugeworfen. Mal sehen, ob ich es hinkriege, 7 Dinge zu finden, die ihr noch nicht über mich wisst.
- Ich habe Angst vor Spritzen. Aus diesem Grund war ich bisher auch noch nie bei einem HIV-Test oder bei einer Blutspende. Ich weiß nicht genau, woher es kommt, aber ich mir fast sicher, dass ein Besuch im KZ Sachsenhausen damit zu tun hat. Dort wurde uns damals erzählt, dass an Juden auch medizinische Tests durchgeführt wurden. So wurden ihnen wohlz.B. irgendwelche Substanzen gespritzt, um zu sehen, wie sie darauf reagieren. Ebenso wurden sie wohl verletzt, um danach Versuche an den offenen Wunden vorzunehmen.
- Das Einzige, das ich an meinen Outing bereue, ist das Outing meinen Eltern gegenüber. Alle meine Freunde, Arbeitskollegen und Komilitonen haben es gut aufgenommen. Nur meine Eltern haben es anscheinend bis heute nicht wirklich akzeptiert. Auch heute – nachdem ich über 3 Jahre mit Sascha zusammen bin – kommen sie mit irgendwelchen Sachen von wegen wenn ich mal eine Frau haben werde und solche Dinge. Es nervt mich einfach nur und zeigt mir jedes Mal, dass ich es ihnen lieber nicht hätte sagen sollen. Den Stress zu meiner Jugend hätte ich mir dadurch auch ersparen können, als ich ihnen durch Informationsbroschüren versucht hatte, das Thema näher zu bringen. Damals kriegte ich nur zu hören, dass ich mir das als normaler Bürger garnicht leisten könnte, “anders” zu sein.
- Im Alter von 19 Jahren habe ich eine meiner wichtigsten schwulen Bezugspersonen verloren. Er beging damals Selbstmord, ein paar Wochen nachdem er sich von seinem Partner getrennt hatte. Die beiden waren damals kurz davor, gemeinsam in den Niederlanden zu studieren. Er hat damals in der Geflügenfabrik gearbeitet und mir jedes Mal die schauerlichsten Geschichten erzählt. An dem Abend, als ich es erfahren habe, ist für mich eine Welt zusammengebrochen – auch heute verstehe ich nicht, was einen solch lebensfrohen Menschen soweit treiben konnte.
- Ich mag meinen eigenen Körper nicht. Die letzten 3 Jahre Studium waren nicht wirklich vorteilhaft für mich. Die einseitige Ernährung hat sich ziemlich sichtbar niedergeschlagen. Jetzt nach dem Studium habe ich vor, mich wieder bewusster und gesünder zu ernähren und den Crosstrainer, der drüben im Zimmer steht, auch mal zu benutzen. Leider wird der Platz derzeit noch von einigen Umzugskartons belegt. Das soll sich aber bald ändern. Ich hoffe, dass dann auch mein Gesicht endlich wieder ein bisschen an Volumen verliert.
- Ich kann mir keine Namen und Geburtsdaten merken. Das ist manchmal ein echtes Problem. Zum Beispiel habe ich gestern erst – nach fast 3 Wochen – wieder herausgefunden, wie mein direkter Vorgesetzter mit Vornamen heißt – problematisch in einem Unternehmen, in dem sich jeder dutzt: Auf den Türschildern stehen dummerweise immer nur die Nachnamen. Problematisch ist das ganze auch online: Die Nicknamen und die Persönlichkeiten kenne ich – aber es sind Leute darunter mit denen ich seit Jahren chatte, ohne mich an ihre richtigen Namen zu erinnern. Von den Geburtsdaten meiner Freunde möchte ich lieber garnicht erst anfangen.
- Ich rate unglaublich oft die richtige Antwort. Ich weiß nicht, woher es kommt, aber es gibt viele Situationen, in denen Leute mich etwas fragen, ich ihnen sage, was ich denke und diese Aussage dann auch wirklich zutrifft. Das können die unterschiedlichsten Gebiete sein – Medizin, Informatik, Psychologie, Soziologie, Alltagswissen. Wenn die Frage komplex ist, gucke ich, ob ich Grundwissen dazu habe, füge die Teile zusammen und äußere das Ergebnis. Das führt leider auch dazu, dass Leute denken, ich würde alles wissen. Dabei versuche ich schon, jedes Mal etwas wie “wenn du mich fragst”, “also soweit ich das sehe” oder ähnliches dazu zu sagen, damit die fragende Person weiß, dass ich die Antwort nur geraten habe.
- Ich stehe auf Menschen auf der Grenze zwischen Mann und Frau. Ich habe irgendwann früher schon einmal erwähnt, dass ich bisexuell bin. Natürlich wird man da auch oft gefragt, was man denn so für einen Männer-/Frauengeschmack hat. Bei mir passt das anscheinend ziemlich gut zur sexuellen Orientierung. So stehe ich z.B. eher auf burschikose Frauen und leicht feminine Männer. Natürlich gibt es hier und da auch Ausnahmen, aber so ungefähr stimmt es relativ oft – was die Attraktivität angeht.
So, nachdem das Stöckchen nun beantwortet wurde, liegt es jetz natürlich in meiner Hand, das Stöckchen auch wieder weiter zu werfen
! Ausgesucht habe ich mir dafür Hose, Florian, Flipp und Marek Ventur.
Viel Spaß beim Apportieren ihr vier!
Stöckchenschwingende Grüße, Kenny
Categories: Event
Du hast dich also mehr auf den privaten Teil konzentriert, auch gut :)
Mit den Geburtstagen gehts mir genauso, ist irgendwie zu selten um es sich gut einzuprägen
by Hannes Schurig on Okt 16, 2009 at 20:55
der herr weizenspreu ist aber wieder mal neugierig … dann schau mal, ob du alle sieben findest:
http://flippi.wordpress.com/2009/10/17/streng-geheim/
lg flipp
ps: immer dieses kopfrechnen hier :)
by flipp on Okt 17, 2009 at 20:15
[...] herr @weizenspreu hat mir da ein stöckchen [...]
by streng geheim « flipp an erde on Okt 17, 2009 at 23:36
@MrKingfrog das bleibt dir selbst überlassen … das ist der ursprung: http://weizenspr.eu/2009/blogstockchen-7-geheime-dinge-uber-mich/
by flipp on Feb 26, 2010 at 01:11